Unsere derzeitige Konsumgesellschaft ist geprägt von zwanghaftem Verhalten. Frauen mit einer Vorliebe für Schuhe besitzen z.B. oft mehr als 20 Paar mehr oder minder modischer Gehwerkzeuge. Bei labilen Personen füllt sich der Schrank leicht mit dreißig, vierzig und sogar über fünfzig Paaren.
Viele besorgte Männer fragen sich, wie sie ihre Partner von den sie selbst gefährdenden Kaufattacken befreien können. Entzug der Kreditkarte, Verweigerung von Zärtlichkeiten, Abschaffen der Putzhilfe: alles Maßnahmen, die nicht lange vorhalten…
Ein aufgesetzter Trichter (behelfsweise Lampenschirm) kanalisiert jedwede Zwänge und leitet sie seitlich vom Körper ab.
Nach einer akuten Anschaffungsorgie sollte sich die Patientin wie im Bildbeispiel für eine halbe Stunde in einer Ecke postieren. Für eine bessere Wirkung können einige der begehrten Objekte der Begierde (hier Schuhe) zu einer kleinen Pyramide aufgebaut werden. Nach wenigen Tagen sollte das Problem erledigt sein.
Pustekuchen. Die traditionellen Hausmittelchen helfen immer noch am Besten. Chinesische Sheng-Fui-Meister entziehen ihren Konkubinen seit Jahrhunderten die Kreditkarte und verweigern obendrein jegliche Form von Zärtlichkeiten. Die holen sie sich dann von der Putzhilfe.