Vorbemerkung: Sheng Fui ist mehr als eine Weltanschauung und mehr als eine Religion, denn Sheng Fui kann das Leben unmittelbar verändern. Jeder Anwender von Sheng Fui kann deshalb über zahllose positive Erfahrungen in seinem Leben und unmittelbaren Umfeld berichten. Von diesen Erfahrungsberichten und Einsichten können unsere Leser dank unserer Serie von Gastbeiträgen bekannter Blogger direkt profitieren.
POLITISCHE ENERGETISIERUNG
Da ich zu einem Gastbeitrag eingeladen wurde, möchte ich diese Platform nutzen, um ein paar Empfehlungen zu politischen Reformen zu geben. Da es noch kein Fachjournal für diese Art von Policy-relevanten Ideen gibt (Political Esoterics wäre ein möglicher Titel), hoffe ich hier genug Leserinnen und Leser zu erreichen, die offen genug sind, das revolutionäre dieser Ideen zu erkennen.
Hier also drei Vorschläge wie wir die Menschheit näher ans Nirvana bringen können:
Astropolitik
Ich beginne mit der am besten erprobten Idee: Politik müsste mehr von den Sternen geleitet werden. Einige wenige Visionäre haben das erkannt. Ronald Reagan (Wassermann) hat mit Hilfe seines Astrologen nicht nur die Sowjetunion in die Knie gezwungen, sondern auch das US Budget. Auch Indien wäre kaum diese aufstrebende Macht auf internationalem Parkett, wäre da nicht die Beratermandate für weise astrologische geschulte Männer. Auch in Sachen Armutsbekämpfung, eine der grössten Herausforderungen für Indien, kann man schon erste Erfolge verbuchen. Es gibt kaum Astrologen die in Armut leben.
Gesetze sollten nur in die parlamentarische Beratung geschickt werden, wenn die Sterne günstig stehen. Politiker müssten im Wahlkampf verpflichtet sein, ihr Horoskop zu veröffentlichen. Statt den unzähligen “Experten” im Fernsehen, sollten astrologische geschulte kommentieren (gut, ich gebe zu, das würde wenig ändern). Die Anwendungen gehen bis ins humanitäre: Kein Krieg, kein Putsch sollte mehr gestartet werden ohne vorherige Konsultation der Gestirne, schon alleine um zivile Opfer unter der Bevölkerung zu vermeiden.
Parlamentarisches Feng Shui
Die Politikverdrossenheit greift um sich. Leider wird viel zu wenig Ursachenforschung diesbezüglich betrieben, dabei sind die Gründe der Probleme die die Politik hat, offensichtlich. Darum mein zweiter Vorschlag. Man bedenke schon alleine die konfrontationelle Bestuhlung der meisten Parlamentssäle. Kein Drache, der halbwegs bei Verstand ist, würde sich in einer solchen Umgebung wohl fühlen (die zentrale Bedeutung des Drachens für Feng Shui kenne ich übrigens dank Douglas Adams). Radikale Reformen sind offensichtlich nötig.
Ich schlage deshalb vor, alle Stühle und Tische zu entfernen und die Räume mit Reismatten auszulegen. Diskutiert wird nur noch in (selbstverständlich wohlgeformten und ausgeglichenen) Kreisen. Alles muss mit Pflanzen ausgeschmückt werden (vorzugsweise Bambus). Dann sollten konsequent alle 4en entfernt werden (nicht zu verwechseln mit den schulmedizinischen Viren!). Keine Dokumentnunmmern mehr mit “vier”, Sitzungspause im April, keine Tagungen am 4. oder 14. eines Monats. Kommissionssitzungen sollten mit einem Sonnengruß beginnen und im Hintergrund sollten Walgesänge abgespielt werden. Es versteht sich von selbst, dass diese CDs vom Sicherheitsdienst auf mögliche Nachrichten an´s Unterbewusstsein überprüft werden müssen, um Manipulationen durch fremde Geheimdienste, Freimaurer oder Illuminati zu verhindern.
Politische Homöopathie
Es gibt ein paar einfache Regeln, die das homöopathische Prinzip begründen. Da Hahnemann diese vor allem dank der Macht des Wunschdenkens aus dem Nirgendwo hervorbrachte, kann es auch keinen Grund geben, dass diese auf der gleichen Grundlage auch auf politische Prozesse angewandt werden könnten. Nun muss man gestehen, dass Verdünnungsprozesse im Gesetzgebungsprozess wahrlich nichts Neues sind. Doch man möchte hier den Schlachtruf eines jeden echten Homöopathen zitieren, der immer dann erschallt, wenn eine Doppelblindstudie wieder einmal ihr Fach durch den unpotentierten Kakao ziehen möchte: “Homeopathy, ur doin’ it wrong!”. Dabei sind die beiden beliebig transponierbaren Regeln simpel: Da wäre das Ähnlichkeitsprinzip (nicht zu verwechseln mit dem ersten Prinzip der französichen Revolution: dem Gleichheitsprinzip) und das der Potentierung.
Angewandt könnte das dann so funktionieren: Wenn ein Problem kontastiert ist, entwirft man ein Gesetz, dass dieses verschlimmert. Anschließend verdünnt man es bis zur Unkenntlichkeit mit themenfremden Zusätzen sowie mit extrem spezifischen Sonderregeln und Kompromissen. In nur wenigen Jahren werden wir dann keinerlei Probleme mehr haben (vielleicht abgesehen von der Tatsache, dass wir in einem völlige überreglementerten Polizeistaat leben, aber hey, man kann nicht alles haben, man muss einfach daran glauben, dass es besser ist!). Ähnlichkeiten mit der uns bekannten Realität sind natürlich rein zufällig. Aber vielleicht sind wir schon auf halbem Weg.
Ich hoffe, dass diese kleine Ideensammlung einige dazu inspiriert hat, politisch aktiver zu werden. Eine bessere Welt ist offensichtlich möglich, packen wir es an. Chi Heil!
Über den Autor: Da uns dieser Gastbeitrag zugechannelt wurde, könnten wir was die Identität unseres Gastautoren anbelangt, nur spekulieren. Für Mutmaßungen, wüste Spekulationen oder wilde Verschwörungstheorien ist auf dieser Plattform jedoch kein Platz. Und so möchten wir diesen Raum nutzen und für das äußerst informative und unterhaltsame Polit-Blog Zoon Politikon des Politikwissenschaftlers Ali Arbia bei den ScienceBlogs werben.














