
Eine fleißige Sheng Fui Anhängerin hat sich die Mühe gemacht und vom Radio-Interview, das der rbb (FRITZ) mit Lorenz am Samstag, den 24.11.2007 geführt hat, eine Niederschrift angefertigt.
Deswegen können wir nun dem Wunsch vieler unserer Besucher entsprechen und das Gespräch noch einmal in schriftlicher Form veröffentlichen. Mögen die Erkenntnisse Euer tägliches Leben verbessern!
(Doch lieber den Live-Mitschnitt des Original-Interviews hören? Dann hier klicken.)
FRITZ, Marcus Richter: Ich bin neulich mal durchs Netzt, gesurft und bin da auf eine Seite gestoßen, die mich mit großer innerer Ruhe und Weisheit erfüllt hat. Und das passiert ja nicht allzu häufig. Deshalb habe ich jetzt einen der Köpfe gleich mal in die Sendung eingeladen. Die Seite heißt Sheng Fui. Da denke ich natürlich als Erstes, da läuft doch etwas falsch. Wieso heißt denn das nicht Feng Shui?
SHENG FUI, Lorenz Meyer: Ja, das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Dazu muss ich sagen: Sheng Fui gab es schon vor tausenden von Jahren. Aber irgendwann kamen Parodisten, die einfach die Anfangsbuchstaben vertauscht haben und so wurde aus unserem Sheng Fui das Feng Shui, an das du jetzt vielleicht denkst.
FRITZ, Marcus Richter: Aha, böse Nachahmer also. Was heißt denn Sheng Fui?
SHENG FUI, Lorenz Meyer: Sheng Fui ist eine Sammlung fernöstlicher Lebensregeln und Weisheiten, wie man mit anderen Menschen und Dingen umgehen soll.
FRITZ, Marcus Richter: Gilt also fürs ganze Leben. Auch beim Bloggen? Muss man da auf etwas Bestimmtes aufpassen, wenn man Sheng-Fui-mäßig leben will?
SHENG FUI, Lorenz Meyer: Das ist eine gute und wichtige Frage. Ganz wichtig beim Bloggen ist natürlich die Ausrichtung des Schreibtisches; die sollte immer nach dem Mondkalender erfolgen.
Wichtig auch noch: Bei den Kommentaren zu den einzelnen Posts solltet Ihr immer darauf achten, dass es genau 11 Kommentare zu jedem Beitrag sind. Die nächst höhere Zielgröße wäre dann erst wieder die 56, das wird schwer. Wenn Ihr zu wenige Kommentare hat, also unter 11: zur Not Freunde bitten was einzutragen. Wenn es zu viele sind: rigoros weglöschen.
FRITZ, Marcus Richter: Was ist denn mit Spam-Kommentaren? Zählen die auch zu der 11 oder nicht?
SHENG FUI, Lorenz Meyer: Das wäre eine unzulässige Manipulation, wenn Ihr die drin lasst. Wir nennen das auch Black Hat Sheng Fui und raten unbedingt davon ab.
FRITZ, Marcus Richter: Habt ihr noch ein paar Tipps für die Sendung wie ich die besser gestalten kann?
SHENG FUI, Lorenz Meyer: Markus, Du bist viel zu freundlich bei den Interviews. Das ist energetisch vollkommen unausgeglichen. Du solltest Du in Zukunft, wenn schon nicht heute, darauf achten, abwechselnd eine nette und dann eine böse oder gemeine Frage zu stellen. An geraden Tagen fängst Du mit einer netten an, an den ungeraden umgekehrt.
FRITZ, Marcus Richter: Ja gut, das mit dem Anfang hat sich ja zumindest heute erledigt. Ich versuche es jetzt trotzdem einmal. Haben Eure Eltern nicht gewollt, dass Ihr was Ordentliches werdet?
SHENG FUI, Lorenz Meyer: Ich blogg ja zusammen mit der Sybille Die Sybille hätte eigentlich nach dem Willen von ihrer Mutter hätte die Hundefrisörpraxis ihrer Mutter übernehmen sollen. Ja, und das hat sie ja dann auch getan…
Wenn es nach meinem Vater gegangen wäre, hätte ich eigentlich Baustellen mit örtlichen Entsorgungshäuschen versorgen sollen. Aber da passte mir das Betriebsklima nicht so recht.
FRITZ, Marcus Richter: Ihr lebt also heute von Sheng-Fui. Da habe ich noch was anderes im Netz gefunden, nämlich: Feng Gui. Das ist so eine Seite, da kann man sich ein Bild berechnen lassen, was angeblich eine Heatmap ist von der Website wo dann die Sachen, wo besonders oft hin geguckt wird, farblich gekennzeichnet sind. Was haltet ihr davon? Ist das echtes Sheng Fui, dieses Feng Gui?
SHENG FUI, Lorenz Meyer: Nein, das lehnen wir sogar aufs Schärfste ab. Dieser Dienst guckt ja einer Website quasi durch die Kleider. Das ist total sexistisch; das können wir nur ablehnen.
FRITZ, Marcus Richter: Kommen wir nun zum Abschluss dieser kleinen Blogger-Privat-Sitzung und stellen die letzte Frage, die immer gestellt wird: Welche Frage hätten wir noch stellen sollen?
SHENG FUI, Lorenz Meyer: Ja Markus, Ihr hättet vielleicht noch die Frage stellen können, ob die 1.200 Euro für das Interview wirklich reichen.
FRITZ, Marcus Richter: Moment mal, Chef (ruft) Sollten wir vielleicht mal über mein Gehal… (bricht ab).