Lieber Vince Ebert,

laut Wikipedia bist Du ein deutscher Kabarettist, Autor und Moderator, über den das Onlinelexikon nur lobende Worte findet:  “Vince Ebert greift in seinem humoristischen Werk wissenschaftliche Zusammenhänge auf. Mit seinen Programmen, Texten, seinem Wortwitz und seiner Komik unterhält er sowohl Laien als auch naturwissenschaftliches Fachpublikum.”

Da freut es mich ganz besonders, wenn Dir eine meiner Grafiken so sehr gefällt, dass Du sie den tausenden Facebook-Fans Deines sicherlich vergnüglichen Science-Comedy-Programms und Deiner Bücher zeigen möchtest.

Was man in einem solchen Fall auf Facebook macht: “Gefällt mir” und “Teilen” klicken!

Was man nicht macht: Grafik runterladen, unten den Urheberverweis abschneiden (man sieht ja sogar noch Restbuchstaben von www.sheng-fui.de) und die Grafik ohne jeden Hinweis auf der eigenen Pinnwand platzieren.

Energetische Grüße

Dein Lorenz Meyer

PS: Weil ich nach den Links gefragt wurde:

Vince Ebert auf Facebook: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151524331680761&set=a.10150328313895761.387521.74380355760&type=1&theater

Unbeschnittenes Original beim charismatischen Guru auf Facebook: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=262820023738117&set=a.190912627595524.42370.100000303646048&type=3&theater

Ebert

Und hier das Original…

Ebert im Original

Mit regelmäßiger Konstanz erleben wir Fleischskandale: Nach dem Gammelfleischskandal (2005), dem Dönerfleischskandal (2007), nun der Pferdefleischskandal (2013). Und mit ebensolcher Konstanz müssen wir die Stellungnahmen von Handel, Fleischlobby und Politik über uns ergehen lassen, diese ewig gleiche Aneinanderreihung von Ausreden, Ausflüchten und Versprechungen. Damit es nicht zu langweilig wird, kommt hier das Pferdefleischskandal-Bullshit-Bingo zum munteren Ankreuzen. PS: Die Grafik besten gleich für den nächsten Fleischskandal aufheben.

Pferdefleisch-Bullshit-Bingo

War es eine aus dem Ruder gelaufene PR-Kampagne der katholischen Kirche, die Papst Benedikt den Job kostete, eine von langer Hand geplante Entmachtung des Heiligen Vaters oder eine Schmutzkampagne bislang unbekannter Drahtzieher, die den Pontifex mit Heiligem Stuhl bewarfen und so zur Aufgabe zwangen? Eine Spurensuche von Spiritualitäts-Experte und charismatischem Guru Lorenz Meyer…

Rom/Peking – Neuer trauriger Höhepunkt in dem verzweifelten Bemühen der katholischen Kirche um mediale Aufmerksamkeit: Nach unzähligen Versuchen, sich mit Methoden der Black PR (Hauptlehrsatz: Auch schlechte Presse ist gute Presse!) ins Rampenlicht zu drängen und auf diese zweifelhafte Weise neue Mitglieder zu gewinnen, wird jetzt die Spitze des umstrittenen Religionsvermarkters ausgetauscht.

Dabei hatten sich die PR-Berater der Pontifexgesellschaft mit beschränktem Gewissen lange auf dem richtigen Weg gefühlt. Ohne Werbeaufwand und nur mit eigenen Mitteln hatte man stetig die Bekanntheit des christlichen Markenkerns gesteigert.

Seinen Anfang nahm die Strategie der Berühmtheit um jeden Preis in den über die letzten Jahre in verschiedenen Ländern auftretenden, großflächigen Missbrauchsskandalen. Einfallsreich unternahmen die Kirchenoberen alles, um die öffentliche Empörung anzuheizen und damit eine maximale mediale Aufmerksamkeit zu gewinnen. Zunächst vertuschte man den Skandal, bezichtigte die Opfer der Lüge, redete die Missbrauchsfälle als “bedauerliche Ausnahmen” klein und versprach, als gar nichts mehr ging, halbherzig Aufklärung. Wie professionell man bis zuletzt die Strategie der schlechten Presse beherrschte, bewies die Zusammenarbeit mit dem eigens eingeschalteten neutralen Aufklärer, der den Kirchenstrategen lautstark Aktenvernichtung und Zensur vor- und seinen Job hinwarf.

Zwischenzeitlich rehabilitierte Papst Benedikt XVI den erzkonservativen Bischof der umstrittenen Piusbrüder, Rechtsausleger und Holocaustleugner Richard Williamson. Aber auch in Deutschland war man in Sachen Black Marketing nicht untätig und entließ medienwirksam eine Kindergartenbedienstete, der man Trennung und Wiederheirat verübelte.

Das mediale Meisterstück lieferten die Vatikanstrategen jedoch mit der Perfektionierung der unterlassenen Hilfeleistung in Vergewaltigungsfällen ab. Die Zutaten: Menschenverachtende Dienstanweisungen in katholisch geführten Krankenhäsern, weltfremde und mittelalterliche Vorschriften, eingeschüchterte und überforderte Ärzte und das komplette Ausblenden von Gewissen und Nächstenliebe, transportiert von Mitgliedern der radikalen Katholiban-Bewegung, denen man die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit anvertraute und die man als Unsympathieträger in Talkshows schickte.

Man mag über die Methoden dieser religiösen Black PR denken, was man will, aber die Statistik gibt den Werbestrategen Recht: Die katholische Kirche ist in aller Munde! So besetzt das spirituelle Unternehmen erstmalig die vordersten Plätze bei der Suchmaschine Google für alle verfügbaren, negativ besetzten Eigenschaftswörter.

Doch in den letzten Jahren hatten die Kathol-Promoter einen strategischen Fehler begangen und das Suchwort “Rücktritt” zugunsten von Worten wie “Vertuschung” und “Versetzung” vernachlässigt. Damals hätte man das Suchwort noch mit vergleichsweise geringem Aufwand belegen können, indem man entsprechende Täter gefeuert und zur Anzeige gebracht hätte. Das ist heutzutage anders: Ein Rücktritt eines untergeordneten Kirchenbediensteten erregt keine Aufmerksamkeit und ist keine Nachricht wert. Und so zog man im Kampf um Quote und Öffentlichkeit die letzte verbleibende Trumpfkarte und drängte den spirituellen Geschäftsführer zum Rücktritt. Eine Nachricht, die sich sofort wie ein Lauffeuer ausbreitete und der katholischen Kirche jede Menge medialer Beachtung brachte. Welche kuriose Fußnote der Geschichte, dass damit erstmals ein Papst Opfer seiner eigenen PR-Strategie wurde…

Lorenz Meyer (www.sheng-fui.de)

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