Die Adventszeit ist für uns Sheng-Fuiler die Zeit der qualvollen Zwangsindoktrination mit christlicher Symbolik. Adventskranz, Adventssonntage und das Adventssingen von Adventsliedern, nichts wird ausgelassen… Zu allem Überfluss begegnet uns allerorten der unsägliche “Christstollen”.
Wir wollen uns der Dominanz der christlichen Bild- und Formensprache entgegenstemmen und suchen nach alternativen Begriffen, die mit dem Sheng-Fui-Weltbild vereinbar sind. Zunächst wollen wir uns dem Christstollen widmen und bitten um Ihre und Eure Unterstützung.
Wieso unsäglicher “Christstollen”? Wenn man den nicht wochenlang rumliegen lässt, bis er knochentrocken ist, braucht man zum Zerteilen auch keine Säge. Ich schneide meinen immer noch mit dem Messer.
Unterschichten-TV-tauglicher Name gefällig? “Gottes toten Sohn sein Stollen” oder “Dat weiße Dingen mitte Rosinen drinne”.
im entwurf der neuen neuen rechtschreibung, der mir vorliegt, ist eh vorgesehen, dass nebst der konsequenten kleinschreibung (also auch nach punkten) aus doppel-”st” (stst) ein einfaches “st” (st) wird. darüber gestritten wird einzig noch, ob das “st” bei zusammengesetzten nomen beim vorderen oder hinteren gestrichen werden muss.
stören sich begriffseigner oder wertkonservative kreise an dieser regelung, so können sie ein kürzen verhindern, indem sie beantragen, dass fortan die reihenfolge der nomenanreihung geändert wird. aus “christstollen” würde “stollenchrist”, was das streichen eines st’s unnöttig machen würde.
Ach, ich dachte «Christstollen» sei der Arbeitsplatz eines Gläubigen.
@andreas:
arbeitsort eines wahren gläubigen? ja! aber es gibt viele, die gehen aus gesehenwerdengründen wöchentlich in die kirche, sind nicht gläubig. diese nennt man pr-christen. haben mit christstollen nichts zu tun.
übrigens sorry, wollte beim ersten mal gar nicht anonym kommentieren, vergass schlicht meinen url-hintergrund.
Wie wärs mit “Stollen”?
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Sven Jörns und Lorenz Meyer, Lorenz Meyer erwähnt. Lorenz Meyer sagte: Wir suchen die esoterisch korrekte Umschreibung für das religiös verbrämte "Christstollen". Bitte mit abstimmen unter http://bit.ly/5BmkEt [...]
Für mich ist eine Bezeichnung die dem Fliegenden Spaghettimonster Tribut zollt wichtig.
Einfach nur Stollen? Willst Du etwa die vielen subventionierten Bergleute verwirren?
Der Eintrag in der Wikipedia sollte dann natürlich auch angepaßt werden. Zur Zeit wird man bei Eingabe von “Dresdner Stollen” einfach auf Christstollen weitergeleitet.
Was man bei der Gelegenheit vielleicht auch mal klären sollte: Der Christstollen soll ja an Klein-Jesus in Windeln erinnern. Wieso gibt es dann eigentlich beim Abendmahl immer nur fade Oblaten statt leckeren Christstollen? Wenn schon Kannibalismus und Vampirismus in der Kirche, dann bitte genußvoll. Die langweilige Liturgie würde auch durchaus hinzugewinnen, wenn vorm Altar ein Christstollen hochgehalten würde, mit den Worten: “Dies ist mein Laib.” Dazu noch ein Gläschen Rotwein aus Palästina…
liebe leute, der Stollen ist KEIN Kuchen. sondern ein Brot. Und zwar ein besonders haltbares.
Der MUSS schwer zu schneiden gehen, sonst ist der nicht richtig.
Irgendwie verstehe ich dieses Gerede von angeblicher “Zwangsindoktrination” nicht??? – Ich hab als Christ eher ein Problem damit, dass man Jesu Geburtstag weltweit überall feiert, aber das Geburtstagskind dabei nicht mehr erwünscht ist. – Ist das nicht seltsam? Wenn jemand bewusst nicht Weihnachten feiern will, dann habe ich damit absolut kein Problem… – vielleicht geht´s dabei aber dem, der das versucht, wirklich wie den Kranks in John Grishams Roman “Skiping Christmas”?
@ Jürgen: Gerade als eingetragene Kirche glauben wir fest an die Religionsfreiheit. Und gerade deshalb sind wir empört über die Zwangsindoktrination mit christlicher Symbolik.
Wir haben daher in Bayern einen Musterprozess angestrengt, nachdem den Schulen auferlegt werden soll, neben den Kruzifixen unsere spirituellen Symbole (Klangschale und Wünschelrute) anzubringen.
Wenn auch Du für die grundgesetzlich garantierte freie Religionsausübung bist, schließe Dch unserer berechtigten Forderung an.
Na, da habt Ihr aber was vor, ausgerechnet in Bayern… – ich hoffe, Ihr braucht nach diesem Musterprozess kein Visum, um den Freistaat überhaupt noch betreten zu dürfen…
Natürlich bin ich für Religionsfreiheit! – Das bedeutet aber auch, dass mein geliebter “Christstollen” diesen Namen behalten darf! – Und er nicht im Sinne einer political correctnes zwangsumgetauft wird (sorry, schon wieder christliche Symbolik, ich meine natürlich: “zwangsweise in Wasser eintauchend einen neuen Namen erhält” [freikirchliche Definition] bzw. “mit Wasser besprengend einen neuen Namen erhält”[für Evangelische Landeskirchler und Katholiken]), und dabei in gleich intoleranter Weise den Namen eines anderen Religionsstifters verpasst bekommt. Also: Christstollen soll Christstollen bleiben! – Außerdem: was sollen die armen Dresdner dann machen, deren Christstollen so kostspielig patentiert worden ist??? – Welche Kosten diese Änderungen nach sich ziehen, also nein, das könnt Ihr wirklich nicht verlangen…
Es scheint noch nicht ausreichend bekannt zu sein,
daß ein gewisser Herr GOtt aus H. der Merkel ihrer
Wahlgemeinschaft und dem Seehofer seiner Burschenschaft
untersagt hat, den Namen seines Sohnes mißbräuchlich zu benutzen.
Das gelte auch für Backwaren aus der ehem. sowjetischen Besatzungszone.
Gegen den Namen “Brianstollen” habe er keine Einwände, teilte
sein Stellvertreter über dessen Stellvertreter mit.
Herrgottsackzement nochmal.