Blogger, Buchautor und Sheng-Fui-Sympathisant: Johannis R. Jappen ist ein Mann, der “die Sarangi (Fiedel), Murali (Bambusflöte) und die Dudra (Zupfinstrument) gleichzeitig spielen kann” (Nepalesisches Sprichwort, am ehesten mit Tausendsassa übersetzbar). Daneben ist er Vorstandsvorsitzender der Hilfsorganisation HOPE e.V. und kümmert sich um Entwicklungsprojekte im fernen Nepal und hilft dort in Not geratenen Menschen. Zur Zeit hält sich Johannis in Nepals Hauptstadt Kathmandu auf und berichtet exklusiv für uns (näheres in unserer Beitragsankündigung) in einer vierteiligen Serie über seine Eindrücke.
Da seine Schilderungen ausnahmsweise nichts mit Sheng Fui zu tun haben und aus Gründen der Höflichkeit und des Respekts vor unserem Gastautor, möchte ich Euch darum bitten, in den Kommentaren nur den Inhalt des Beitrags zu diskutieren und die Gemeindegespräche in anderen Beiträgen abzuwickeln.
Johannis steht über ein Internetcafe in Kathmandu mit uns in loser Verbindung und hat versprochen alle Fragen zu beantworten, so es sein angespannter Zeitplan und die desaströse Stromsituation in Nepals Metropole zulassen.
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Nach einem unerquicklichen Flug via Bahrain und Neu Delhi bin ich kürzlich zum xten Mal in Nepal gelandet.
Kaum aus dem Flughafen heraus, hat mich die Hauptstadt Kathmandu verschluckt und wie jedes Jahr in einer Welle von Gerüchen, Geräuschen und verstörend-klaren Bildern durch ihre Gassen und staubigen Avenuen gespült.
Gleich am ersten Tag erlebte ich in der City eine Massenkundgebung – Streiks und Demos sind sozusagen der nepalesische Volkssport – und wurde gleichzeitig Zeuge einer der unzähligen Facetten des Überlebenskampfes der Menschen hier. Wütende Straßenverkäufer zogen mit hastig gepinselten Plakaten durch die Innenstadt und skandierten ihre Parolen. Erst im Nachhinein begriff ich, was diesmal anders ist als sonst: die Gehwege sind nämlich frei von den üblichen Hindernissen.
Eigentlich wird in dieser quirlig-pulsierenden Stadt fast jedes Fleckchen marktwirtschaftlich genutzt, bieten fliegende Händler überall auf Bürgersteigen, Brücken, Treppenstufen ihre Waren an.
Obst, Gemüse, Schuhe und billige Kleidung, Spielzeug, CDs mit Hindi-Pop, Getränke, Taschenlampen und Kofferradios aus China, Geschirr, Schonbezüge fürs Handy, die allgegenwärtigen Gummilatschen, Gewürze, lebendige Hühner – die Liste könnte endlos fortgesetzt werden. Mancherorts haben sich regelrechte Märkte etabliert, reiht sich Stand an Stand auf holperigem Pflaster. Alles natürlich ohne offizielle Genehmigung. Dutzende windschiefer kleiner Hütten aus Bambus, mit wackeligen Sperrholztischen innen drin, das Ganze von leuchtendblauer Plastikplane bedeckt, und davor drängeln sich Käufer.
Vorgestern kamen dann plötzlich die Bagger, rissen alles nieder, und Polizisten verscheuchten selbst jene Frauen, die mit einem Korb selbstgepflückter Beeren oder Gurken aus dem eigenen Garten – frisch aufgeschnittenen mit Salz und Chilipulver bestreut sind sie hier sehr beliebt – entlang einer der belebten Straßen hocken. Die von Kommunisten geführte neue Regierung hat über Nacht den Straßenhandel für illegal erklärt und damit tausende Händler samt Familien ihrer Existenz beraubt. Deswegen die Demonstration, die wütenden Rufe und erbitterten Gesichter.
Gestern las ich dann die traurige Geschichte von einer Gruppe Nepalesen, die in Saudi Arabien unter einer Brücke lebt. Seit 45 Tagen, gut 240 Mann, und doch nur ein paar aus dem riesigen Heer derer, die sich in arabischen Ländern als billige Arbeiter verdingen. Einen Teil ihres mageren Lohns schicken sie nach Hause, damit dort Frau und Kinder oder eben die Eltern und Geschwister satt zu essen haben. Jedes Jahr sitze ich auf der Rückreise nach Deutschland in einem Flugzeug, das mindestens zur Hälfte mit nervösen jungen Männern besetzt ist, die beim Zwischenstopp in Abu Dhabi, Bahrain, Doha oder Moscat aussteigen werden. Sie sind unterwegs zum Job in der Fremde und haben erstmalig die Heimat verlassen. In ihren Gesichtern spiegeln sich zugleich Furcht, Ungewissheit, Trennungsschmerz und die unerschütterliche Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Die gestrandeten Nepalesen aus dem Bericht haben für eine arabische Baufirma geschuftet, die aber monatelang keine Löhne gezahlt und schließlich pleite gemacht hat. Ohne Geld, Unterkunft und Rückflugtickets hausen die Männer nun seit sieben Wochen unter einer Autobahnbrücke und hoffen auf ihre Heimkehr. Bisher hat sich die dortige nepalesische Botschaft nicht um die Not ihrer Bürger geschert, die Bittsteller werden vertröstet oder abgewiesen.
Heute waren wir dann unterwegs zu drei Dörfern, in denen HOPE e.V. gegenwärtig Schulen baut. Dabei fuhren wir stundenlang durch ein flaches Flussbett, wo überall Männer, Frauen und Kinder damit beschäftigt sind, Steine aus dem Wasser zu sammeln, auf Lastwagen zu laden oder sie gleich vor Ort in scharfkantigen Schotter zu verwandeln.
Mit der Hand, von früh bis spät, für maximal 200 Rupien am Tag. In einem der besseren Restaurants von Kathmandu ist das der Preis für eine Flasche kühles Bier und entspricht etwa zwei Euro. Den Schotter verkaufen sie, denn er wird überall im Land gebraucht, um Beton und Asphalt anzumischen.
Abends las ich in der Kathmandu Post, dass die Behörden die Straßenhändler vorläufig dulden wollen, bis Tihar – das Lichterfest der Hindus – sollen sie alle registriert, mit einer Lizenz ausgestattet werden und anschließend Steuern zahlen. Es gibt hier mindestens 4.000 ambulante Verkäufer und Tihar beginnt Ende November. Ein derartiger Verwaltungsakt wäre selbst für effiziente Behörden ein überambitioniertes Ziel. Für eine vom Chaos regierte Metropole in der Dritten Welt ist es ein Ding lachhafter Unmöglichkeit. Entweder alles bleibt beim Alten und nach Tihar laufen wir wie gewohnt im wilden Zickzack über die Gehwege von Kathmandu, oder die fliegenden Händler werden wieder demonstrieren, Straßen blockieren, Parolen schreien und die geballten Fäuste gen Himmel recken.
Von dort können sie allerdings kaum Hilfe zu erwarten…
Und damit wären wir beim Stichwort Hilfe, denn wo keine Hilfe zu erwarten ist, tritt Sheng Fui auf den Plan. Wir wollen das Projekt von Johannis unterstützen und seinen Verein HOPE e.V. mit ein paar kleinen oder großen Spenden unterstützen. Ihr könnt online über Paypal spenden oder per Banküberweisung auf das Vereinskonto. Ich eröffne die Spendenkette und sage 25 Euro zu. Das ist der Beitrag, der in Nepal/Tibet für den einmonatigen Besuch einer weiterführenden Schule oder als Zuschuss für das Studium reicht. Trägt sich noch jemand in den Kommentaren mit einer Spendenzusage ein?






Ich schliesse mich dem sofort an…
Lieber Johannis,
Nachdem ich den Kampf gegen paypal heute noch gewinnen werde (passwort vergessen, sie geben mir kein Neues, weil meine Kartennummer schon registriert ist), möchte ich symbolisch eine zeitlang auch “was opfern”, was mir mittlerweile eine liebe Gewohnheit geworden ist.
Was das ist ? Nun, es ist etwas, was Dich schon längstens nervt, und es besteht darin, etwas *nicht* zu tun.
Anstatt dessen werde ich Dich in Gedanken begleiten und wünsch Dir alles erdenklich Gute für Deine Arbeit,
Sylvia
PS. Falls Du in Kathmandu doch den besprochenen Garten aufsuchen solltest, würde ich mich sehr über ein Foto freuen.
Hallo Lorenz,
sehr schön gemacht, herzlichen Dank.
Energetische Grüße aus Kathmandu, sunny and warm.
Johannis
Toller Bericht! Es ist doch klare Ehrensache, Paypal ist unterwegs.
Liebe Sylvia,
auf keinen Fall solltest du auf die durchschnittlich 2-400 Kommentare wöchentlich verzichten, mit denen du normalerweise diesen Blog vitalisierst. Sicher wären tmp, der Vogtländer und andere sehr traurig, wenn sie sich ohne dich auf der von Lorenz eingesähten Spielwiese tummeln müssen. Turbokommentieren muss ja nicht unbedingt bei meinen Beiträgen sein, obwohl ich schon gern wüsste, ob euch gefällt/berührt/ärgert/verstört/langweilt, was ich schreibe.
Falls ich in den Garten gehe und an die Kamera denke, bekommst du mindestens ein schönes Bild. Herzliche Grüße nach Wien.
Lieber Lorenz,
könntest du mir wohl bitte als kleines Schmankler einen Avatar aus dem die vorliegenden Blumenkinderbild basteln, damit ich hier nicht als fast zahnloser, kotzgrüner Brillenfuzzy erscheine? Immerwährender Dank und eine angenehme Wiedergeburt sind dir bei Wunscherfüllung sicher.
Grüße, Johannis
ERLEDIGT…
Johannis: Entspricht das nepalesische Tihar dem Diwali?
Falls dem so ist, würde ich wegen unseres allumfassenden Informations- und Bildungsauftrags einen Link auf http://de.wikipedia.org/wiki/Diwali setzen.
Viele Grüße aus dem deutschen Luang-Ho (4 Grad, bewölkt)
Lorenz
Lieber Johannis:
so sehr ich Deinen immerwährenden Dank und vor allen Dingen die angenehme Wiedergeburt erlangen möchte, kann ich Deinen Wunsch nach einer vorteilhafteren Avatareinblendung nur in Teilen erfüllen.
Die Avatare holt sich das Blog von einem “Avatardienst” namens http://www.gravatar.com , bei dem E-Mail-Adresse und Bild miteinander auf das Innigste verzahnt sind.
Du müsstest Dich dort einmalig und kostenlos mit Deiner E-Mail-Adresse, einem Benutzernamen (der keine Rolle spielt, weil er nur innerhalb der Gravatar-Datenbank geführt wird) und einem Lichtbild anmelden.
Gravatar ordnet der von Dir beim Kommentieren angegebenen E-Mail-Adresse künftig Dein Bild zu und blendet dieses neben dem von Dir angegebenen Namen ein. Und wenn Du eine E-Mail-Adresse verwendest, die nur Dir bekannt ist, kann auch kein anderer Dein Bild einblenden lassen indem er unter Deiner E-Mail-Adresse kommentiert.
Dies funktioniert übrigens nicht nur auf Sheng Fui, sondern auch auf allen anderen Blogs, die das Konzept unterstützen (und das werden immer mehr).
Energetische Grüße
Lorenz
Ich finde es schon traurig, wie eine Regierung einfach dazu übergehen kann, über Nacht tausenden von Menschen ihrer Existenz zu berauben. Das kann doch auch nicht im Sinne einer kommunistischen Regierung sein.
Aber da sieht man wieder sehr deutlich, wie sehr die Schere zwischen arm und reich auseinander geht.
@5:
Lieber Johannis…das hast Du wirklich sehr schön gesagt, danke !!
Ich möchte mich Sylvias guten Wünschen für Dich und Deine Mitstreiter und Eure bestimmt nicht leichten Aufgaben anschließen, und ich hoffe sehr für uns alle, dass Du weiter “nebenbei” oder erst recht noch die Muße findest, uns mit Bild und Wort etwas von Deinen Eindrücken aus diesem so weit entfernten Land zu vermitteln, was mit Sicherheit in unseren Breiten keiner weiss.
Es stimmt mich froh, wenn ich in Deinen Kommentaren erkennen kann, dass Dir bei Deiner sicher schweren Arbeit nicht der Humor abhanden gekommen ist. Bewahre Dir das !!
Mit vielen lieben Grüssen
tmp
Ich spende auch was.
Ich hab leider nicht so viel Geld zur Verfügung, aber ich möchte gern etwas zu dem guten Werk beitragen, was Du, Lieber Johannis, da vollbringst.
Ich bringe Deiner Arbeit da unten sehr viel Respekt entgegen und bewundere sehr, was Du tust.
Ich spende 10 Euro.
@2:
Liebe Sylvia, ich hatte heute Nacht auch schon so meine Schwierigkeiten mit paypal, weil ich angeblich immer das falsche Passwort eingegeben hatte und gleich zweimal ein neues bestellen bzw. einrichten musste. Aber inzwischen sollte es dann doch geklappt haben. Da bin ich wieder einmal froh, dass es offenbar doch nicht nur an mir liegt, wenn dieser neumodische Kram nicht auf Anhieb funktioniert…
Vielleicht sollten die mal einen Programmierer aus Nepal ranlassen..??
Lorenz, diesen Kommentar kannst Du von mir aus auch gern wieder löschen, wenn er nicht Deinen strengen Massstäben von gebotener Ernsthaftigkeit entspricht..??
Ich habe manchmal meine kleinen Probleme, auf “Kommando” den Schalk abzustellen… Du weißt…
Aber Lorenz…
) möglich wäre [ Ich habe leider überhaupt keine Ahnung von so etwas...], den blog-internen Spendenaufruf über die Sheng Fui Gemeinde hinaus publik zu machen..?? Nicht unbedingt jetzt oder gleich, aber ich kann mir vorstellen, dass es eine sehr tolle Sache wäre, wenn Sheng Fui als Blog gewissermaßen als eine Art Promoter für “HOPE e.V.” auftreten würde. Es ist doch bestimmt nur sinnvoll, jede Gelegenheit zu nutzen, um Johannis´ Arbeit möglichst vielen Menschen bekannt zu machen und ans Herz zu legen..??
ich überlege gerade, ob es nicht irgendwie ( ?
Wenn ich dazu etwas beitragen könnte, hätte ich noch ein besseres Gefühl als nur mit der Geldspende…
Aber das kannst Du natürlich viel besser beurteilen und entscheiden…
( Ich mache jetzt auch keine Bemerkung über die Spamschutz-Lösung…
)
Johannis, ich möchte Dich gern fragen, ob es bei solchen Demos der Betroffenen auch eine Konfrontation mit Ordnungsmächten ( Polizei / Militär ) gibt, oder wie sich die Menschen eventuell gegen den Abriss ihrer kleinen Hütten wehren, wenn ihnen ihr Lebensmittelpunkt einfach wegplaniert wird..??
Aus Tibet kennen wir Bilder von erschossenen Mönchen, die sich politisch engagiert hatten. Wie verhält es sich mit Menschen in Nepal, die “nur” um ihr Zuhause und ihr Überleben kämpfen..??
Danke !!
tmp 14: Danke für Deine Gedanken. Die Beitragsreihe ist für 4 Wochen geplant; vielleicht fällt uns ja noch etwas publicityförderndes ein.
Bei dieser Gelegenheit erinnere ich mich gerne an den Tong Shu, den ich bei einem Gewinnspiel der Feng-Shuiler gewonnen hatte. Es fing damit an, dass ich ihn nicht haben wollte (Der Fluch des Ton Shu) und ihn zu Gunsten von HOPE e.V. versteigern ließ. Darauf meldeten sich einige andere wie Holly, Sylvia und Eule, die ebenfalls auf den Tong Shu boten, ohne dies gefährliche Ding besitzen zu wollen.
Die Versteigerungsaktion ist nachzulesen unter:
http://www.feng-shui-blog.eu/2008/05/04/ueberraschende-wendung-im-gewinnspiel/
Unser Beitrag dazu steht hier:
http://www.sheng-fui.de/internes/feng-shui-internes/der-fluch-des-tong-shu/
Energetische Grüße
Lorenz
Ohne jetzt Feng Shui das Wort reden zu wollen, aber so einen “Tong Shu” könnten die Damen und Herren doch eigentlich noch einmal ausloben ??
Nicht, dass ich grad scharf auf einen losen, gebrauchten Turnschuh mit abgerissenen Senkeln wäre, aber was einmal klappt, geht bestimmt auch noch einmal durch..??
Und wenn Johannis inzwischen kapiert hat, wie er bei paypal auch an die Kohle kommt, kann doch eigentlich nichts mehr schiefgehen…
Einen aktuellen Tong Shu habe ich im Augenblick nicht zu bieten, doch gerne stelle ich gegen Höchstgebot zu Gunsten von HOPE e.V. mein neues Buch “Das Märchen von den neun Sternlein zur Verfügung” (siehe unter http://www.syntropia.de/das-maerchen-von-den-sternlein-p-21188.html) zur Verfügung, nach Wunsch mit persönlicher Widmung
.
Grüße
Hetti
Upps, das Buch heißt natürlich nicht “…neun Sternlein zur Verfügung”
, sondern das “zu Verfügung” war einmal zu viel
Hetti..?? Ich kann nicht lesen…
tmpingo, dann verschenke es weiter oder lasse Dir vorlesen
Hallo, als bisher stiller Mitleser möchte ich mich für die schöne Lektüre bedanken mit 5 Euro an Hope, es ist per PayPal unterwegs. Beste Grüße!
Ich bin auch mit 5 Euro dabei. Per Paypal.
Im übrigen schließe ich mich kapito an, danke für die Texte!
Hetti, ich wollte damit eigentlich ausdrücken, dass ich schon mal deshalb prädestiniert bin für das Höchstgebot, egal wie teuer es mich am Ende zu stehen kommen könnte…
Ich hätte da auch schon ein Ehrenplätzchen in meiner Vitrine gleich neben der Siegerurkunde von den Bundesjugendspielen 1969…
Hallo Johannis,
natürlich werde ich wieder deine Aktion und Hope mit einem geldbetrag unterstützen.
Eine Freundin von uns ist jedes Jahr für mehre Monate in Kathmandu im CP-Center. Sie zeigte uns Fotos vom Lichterfest und berichtete darüber. wenn deine Zeit es zulässt,
solltest du diesem Fest beiwohnen.
Mit Grüßen an Form und Inhalt
Sven
Sven, danke, dass Du für den guten Zweck ein temporäres Fasten-Brechen zugelassen hast!
Energetische Grüße, Lorenz
Hallo Johannis, danke für diesen sehr interessanten Beitrag, es ist immer interessant, mal etwas von den Alltagsproblemen in anderen Ländern zu erfahren. Besonders berührt hat mich die Geschichte von den 240 in Saudi-Arabien gestrandeten Männern. Da ich selbst gerade fern der Heimat im (ungeliebten) Berlin sitze, darf ich über so eine Situation gar nicht so richtig nachdenken. Ich bin natürlich auch mit 25 € dabei, allerdings bevorzuge ich die altmodische Banküberweisung
. Mit PayPal komme ich nicht so richtig klar (muss wohl am Alter liegen
). Vielleicht kann man ja mit dem Geld einigen von den Angehörigen der Gestrandeten helfen, die haben doch bestimmt auch alle für den Hinflug beigesteuert, und nun kommt nichts mehr von dem erhofften Unterstützungsgeld.
Ich freue mich aber auch auf deinen nächsten Beitrag. Viele Grüsse nach Nepal aus Berlin (5 Grd., gefühlte nasskalte -3Grd.)
An alle:
Besten Dank für eure freundliche Anerkennung sowohl der Vereinsarbeit als auch meiner schreiberischen Bemühungen. Dank auch vor allem an jene, die bereits gespendet haben, noch spenden wollen oder überlegen, wie diese Miniserie eine breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Dank auch allen, die woanders chatten und hier nur halbwegs ernsthafte Kommentare absondern. Wenn man von zuhause DLS mit 16.000 kb/sec gewohnt ist, bekommt man hier schnell einen Verzweiflungsanfall, weil der Aufbau dieser Seite mit allen Bildern und Kommentaren locker ein bis zwei Minuten dauert. Und mit Pech zwischendurch abbricht, so dass – wie eben – ein etwas längerer Kommentar halbfertig im globalen Datenorkus verschwindet. Aber es ist ja Feiertag und Alzheimer hat mich bisher verschont, deshalb tippe ich alles gern! erneut ein. Bis bald also, der Beitrag für kommenden Mittwoch ist fast fertig. Herzliche Grüße aus Kathmandu.
@ Lorenz: Danke für den Hinweis und den Einbau des fehlenden Bildes. Ja, Tihar wird auch Diwali oder Deepawali genannt. Ob ich Lust auf die Avatarnummer – siehe hiesiger Datenspeed – habe, überleg’ ich mir. Hast du denn nun ein Galerie-Plugin gefunden, damit ich meine Fotos auch vollzählig wiedersehe?
@15: Schau gern mal auf meiner Website im Bereich PROSA nach, da kannst du Beiträge zum Volksaufstand der Nepalesen im Jahr 2006 finden und unter Bilder findest du eindrückliche Fotodokumente. Auch ich wurde damals verhaftet. Natürlich versuchen sie sich zu wehren, aber was wollen sie gegen bewaffnete Polizisten machen? Dazu hat ihr Tun keine Rechtsgrundlage, und die niedergelassenen Ladenbesitzer, die Miete, Löhne, Steuern etc. zahlen, sehen die Konkurrenz der fliegenden Händler verständlicherweise nicht gern.
@26: Danke für den Tipp, hier im Touristenviertel Thamel ist es fast unmöglich, diesem Fest nicht beizuwohnen, wie ihr nächste Woche sehen werdet. Ich war aber vor Jahren auch schon mal im Terai auf dem Land bei einer richtig zünftigen Familientiharfeier dabei. Nervig sind die Böller, die hier in der Stadt tagelang von früh bis spät und – wie fast alles in diesem Land total unkoordiniert – losdonnern.
@28: Besten Dank, Bankanweisung ist mir auch lieber, denn Paypal zieht uns recht saftige Gebühren ab. Lass dich in der Hauptstadt nicht unterkriegen, zumindest hast du Heizung, sauberes Trinkwasser und Strom. Der wird hier in KTM z.Zt. für 28 Stunden wöchentlich abgeklemmt, Tendenz steigend. In zwei Stunden ist es wieder soweit.
Grüße allerseits von Johannis
Danke, Johannis, dass Du uns so eine lebendige Vorstellung von dem vermittelst, was, zu mindest ich mir eben alles nur schwer vorstellen kann. Und das Du auch so prompt antwortest, hatte ich gar nicht für möglich gehalten. Toll !! Danke.
Dass mit den Gebühren bei paypal war mir leider gar nicht bewusst, sonst hätte ich das gern anders gemacht. Könnten die denn bei einer “gemeinnützigen Organisation” da nicht mal etwas zurücktreten ??
Dann habe ich noch eine ganz primitve “technische” Frage: Sprichst Du respektive Ihr nepalesisch oder wie funktioniert die mündliche Kommunikation mit der Bevölkerung. Die Menschen auf dem Land dort sprechen doch vermutlich kaum andere Sprachen ( Englsich ?? ), oder ??
Bitte schreibt doch zur Bankverbindung IBAN und BIC dazu, für die Überweiser mit Migrationshintergrund und Paypalhasser.;-)
Eine Idee, um mehr Geld zu generieren ist schon da, ich muss bloß noch mal mit Eule konferieren, ob wir das technisch hinbekommen.
Also, äh, er.
@ 18
ist auch Syntropia Satire, die kommen so ernst daher?
Ist dies ein SatireNetzwerk?
@32: Jetzt werde ich langsam sauer. Dieser Beitrag hier hat nichts mit Satire zu tun, sondern ist ein ernst gemeinter Beitrag. Es macht sich jemand die Mühe, aus einer Region Dinge und Erlebnisse zu schildern, die mit dem alltäglichen Leben bei uns nichts gemein haben und sie haben nichts besseres zu tun, als hier auch noch zu stänkern.
Spenden Sie lieber für die gute Sache, anstatt andere mit ihrer unqualifizierten Meinung zu belästigen.
Die Leser hier sind allesamt mündig, dies von Beitrag zu Beitrag selbst zu entscheiden.
Die Intelligenz und Nichtintelligenz eines Beitrages liegt somit im Ermessen des Lesers.
Die Botschaft ist größtenteils das Machwerk des Empfängers.
Mal ist es Satire, mal nicht, was ist da so schwierig zu verstehen ?
Auf jeden Fall darf man hier selber denken, lachen, sich ärgern, es ist alles erlaubt, außer:
Unmündige Leser
Liebe Sylvia, trotz ernsthaftem Bemühen habe ich Dich ( wie schon so oft…) nicht recht verstanden. Wem hilft jetzt die IBAN-Angabe..??
IBAN ist für Auslandsüberweisungen gedacht. Also für so Leute wie Sylvia.
Ach darum… Ich dachte es geht um die Rückverfolgung der Spenden..??
@32:
Hans, natürlich ist das hier ein “Satire”-Blog, aber wie immer im Leben, kann man auch “Satire” nur dann machen, wenn man die ernsten Seiten im Leben kennt und sich darum kümmert… Darum geht es !!
Ich ärgere mich im Moment immer noch ziemlich über paypal. Wenn die so hohe “Bearbeitungsgebühren” für ihren Verwaltungsaufwand verlangen, sollte man das vielleicht mal deutlich publik machen.
Hat schon mal jemand schon Euch dort eine Zahlungsanweisung nachträglich storniert ?? Geht das überhaupt ?? Bringt das etwas ??
Ich “spende” ja schließlich nicht für paypal…
an alle Spendenwütigen:
Macht euch nachträglich keinen Kopp wegen Paypal, es sind nur ungefähr 1,5 % an Gebühren.
@ Sylvia: Ich hab schon recht viel im Kopf, aber nicht unsere IBAN oder das BIC (dachte das sind Einwegfeuerzeuge?). Aber die Bank deines Vertrauens hilft dir sicher weiter. Und über die grundsätzliche Mündigkeit der Leser hätte ich schon noch ein, zwei Fragen…
@tmp: Ma olikoti nepali kura paunu sogtsu, but most of the time I am speaking english with the people here, because that’s easier and more comfortable for me.
@40:
Dann bin ich ja einigermaßen beruhigt, Johannis…Es wäre sehr schade, wenn allzu viel Geld abgezogen würde…
Das mit dem Englisch hätte ich nicht gedacht, dass das bei den Menschen dort wohl verbreiteter ist, als ich mir das vorgestellt habe…
Und, ist Nepali sehr schwer zu lernen ??
Ich mache mir wohl völlig falsche Gedanken, wieviel Aufwand und Vorbereitung so eine Unternehmung ist, “mal eben in Nepal ein Schule zu nauen…”
@ tmp
Es tut mir leid, aber meine knapp bemessene Zeit lässt es nicht wirklich zu, dass ich hier Fragen beantworte. Nur soviel, mal eben geht in Nepal gar nichts, außer man geht mal eben pinkeln.
Unsere Mitarbeiter haben studiert und sind deshalb mindestens zweisprachig, ich hab also immer eine(n) Muttersprachler dabei. Nepali lernt man ähnlich leicht/schwer wie Hindi, ich bin aber zu faul dazu, auch weil ich Nepali sonst in der Welt nirgends nutzen kann. Dazu finde ich es fair sich sprachlich auf halber Strecke zu treffen, denn Englisch ist natürlich nicht meine Muttersprache.
Manche deutschen NGOs stellen nur Leute ein, die Deutsch können und ziehen ihre Projekte dann eben auf Deutsch durch, das finde ich aber nicht okay.
Grüße, J.
@Johannis: Ich hab vernommen, dass Deine Zeit knapp ist, aber soviel Zeit muss sein:
Die Bank meines Vertrauens ?
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