Am 08.02.2010 haben wir über die 1-Cent-Spenden-Aktion berichtet, mit der Homöopathie-Hersteller Hevert im anerkannten pharmazeutischen Fachblatt Apotheken-Umschau sein Präparat Sinusitis Hevert SL bewirbt. Dies rief die Hevert-Mitarbeiterin Kirsten Petry auf den Plan, die sich in einem Kommentar zu Wort meldete und uns energisch widersprach. Als anerkanntes Presseorgan haben wir diesen Kommentar natürlich veröffentlicht. Die Gegenseite war damit zu Wort gekommen, und es hätte aus energetischer Sicht alles gut sein können.
Doch dann meldete sich wenige Stunden später eine “Manu7” bei uns in den Kommentaren mit einer flammenden Werbeansprache für das homöopathische Präparat “Sinusitis Hevert SL“, dessen Wirksamkeit bewiesen sei und lobpreiste die Gutherzigkeit der Firma Hevert.
Alle Arzneimittel welche in Deutschland auf dem Markt sind müssen die Wirkung beim Bundesinstitit für Arzneimittel beweisen, sonst dürfen Sie nicht werben, das gilt auch für homöopathische Sachen. Das Sinusitis ist bewiesen sonst hätte es keine Genehmigung für Schnupfen zu werben und dürfte nicht Arzeimittel schreiben. Meine Freundin ist PTA in ner Apo und kennt sich da aus. Mir gibt Sie auch oft was homöopatisches bei Husten und das hilft mir. Ich war auf der Hevert Webseite und die Spenden wirklich jedes Jahr einiges nicht nur für Afrika. ich finde das muss man respektieren wenn auch mal ein Unternehmen sich engagiert. Wo liegt eigentlich Burkinafaso?
In einem späteren Kommentar antwortete sie einer Skeptikern, welche auf den Homöoptahie-Eintrag in der Wikipedia hinwies, in dem die Homöopathie u.a. als Pseudowissenschaft, Paramedizin und Aberglaube bezeichnet wird.
Wikipedia ist ne super Plattform, aber auch nicht wissenschaftlich.
Schau mal auf http://www.carstens-stiftung.de/wissen/hom/index.php dort gibt es massig Studien zur Homöopathie, hab selbst mal recherchiert um mir ne Meinung zu bilden.
Auch gäbe es nicht 1000de von Ärzten, welche sich auf Homöopathie spezialisieren wie die vom Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte http://www.dzvhae.de, das sind doch nicht alles verblendete Esoteriker sondern studierte Mediziner. Mir hat die Homöopathie schon oft geholfen (nicht immer) und der Erfolg über Jahrzehnte gibt der Homöopathie einfach recht denk ich. Und wie gesagt Studien und Beweise gibt es genug s.o.
Beim abendlichen Routinecheck unserer Serverstatistiken fiel uns im fahlen Schein einer Kerze eine interessante Sache auf. Unsere neue Besucherin “Manu7“, die so offenherzig von ihren (natürlich) positiven Erfahrungen mit dem Homöopathie-Präparat von Hevert berichtet, schreibt vom Firmenrechner des Herstellers Hevert.
Nun könnte man fragen, warum sollte eine Mitarbeiterin eines Homöopathieherstellers nicht Stellung für ihren Arbeitgeber und seine Produkte beziehen? Zumal auf einer angesehenen Verbraucherseite wie Sheng Fui mit entsprechender Breitenwirkung…
Unsere Antwort: Natürlich darf sie das. Interessant wird der Vorgang durch den Umstand, dass Manu7 ihre Verbundenheit mit dem Haus Hevert verschweigt und mit Formulierungen wie “Meine Freundin ist PTA in ner Apo und kennt sich da aus.” oder “Ich war auf der Hevert Webseite und…” sogar den Eindruck erweckt als sei sie eine normale Anwenderin ohne irgendwelche Verbindungen oder Verpflichtungen gegenüber ihrem Arbeitgeber Hevert.
Mit putzigen Worten und in gewollt naiver Internetschreibe verschleiert sie ihre Firmenzugehörigkeit und gibt sich zum Schluss gänzlich unwissend: “Wo liegt eigentlich Burkinafaso?” (Das Land, in das die Hevert-Spenden gehen sollen.)
Unsere Fragen an Hersteller Hevert, die wir auch per Mail an den Homöopathie-Hersteller gesandt haben (mit dem Hinweis darauf, dass wir die Antwort hier bei Sheng Fui veröffentlichen werden):
Ist es im Hause Hevert üblich, vom Firmen-PC aus über Fake-Accounts und Pseudonyme auf Internetseiten positive bzw. beschönigende Kommentare zu eigenen Produkten zu hinterlassen? Falls ja: Wie ist dies mit den auf der Firmenhomepage verkündeten hehren Aussage vereinbar, man lege Wert auf den “direkten Dialog mit Ärzten und Heilpraktikern, Apothekern und Patienten“?
Disclaimer: Wir stehen mit der Firma Hevert in direktem Wettbewerb durch unser Angebot an esoterischen Gesundungsprodukten (z.B. den energetischen Heilsteinen 1, 2, 3 ).
“Wo liegt eigentlich Burkinafaso?”
Wenn ich in meinen Geographieatlas schaue, immer noch am Arsch der Welt. Kein Wunder, dass dorthin gespendet wird, ist doch Homöopathie für denselben.
Du mußt schon genauer hingucken. Denn daß auf den direkten Dialog mit der Öffentlichkeit bzw. Patienten Wert gelegt wird, steht da nicht. Gefragt sind nur die Gruppen, die auch direkt den Umsatz steigern können. Patienten könnten ja – Spaghettimonster bewahre – mitteilen, daß das Zeug nix genützt hat. ^^
Nachtrag: Huch? Stand da nicht gerade noch was anderes?
Ist http://hevert.de jetzt vor Schreck abgeschaltet worden? Die Seite ist nur noch blau…
Ohja, bei http://www.hevert.de geht momentan gar nichts. Nur falls Fragen auftreten sollten: Wir waren es nicht!
Das wäre eine schöne Welt, in der “Alle Arzneimittel welche in Deutschland auf dem Markt sind [müssen] die Wirkung beim Bundesinstitit für Arzneimittel beweisen” müssten. Also, in der die Hersteller das tun müssten, nicht die Arzneimittel selbst.
Die haben Pferdchen auf der Webseite, die können nicht schlecht sein!
Die haben was gegen Schwindel http://www.hevert.de/default.aspx – warum nehmen die es nicht?
Warum sagt Manu7 nichts dazu *ROFL*
[...] Tag: Allgemein — Lorenz Meyer @ 10:09 Aufmerksame Leser haben mitbekommen, das wir im Dialog mit der Firma Hevert Arzneimittel stehen und mit eben dieser Fragen der Unternehmenskultur und [...]
Ich bin über twitter zum ersten Mal auf diese Seite gekommen. Ich kenne die Intention dieser Seite daher nicht genau, aber hätte man beim Disclaimer nicht einen Ironie-Smiley setzen müssen?
Die Berichte der drei verlinkten energetischen Heilsteine schreien ja geradezu danach, ironisch gemeint zu sein.
Und wie ich gerade sehe, gibt es im “Shop” für die angeblich angebotenen Produkte nicht einmal
einen Link zur Bestellung.
@ Helga: Als Neu-Kommentiererin will ich nachsichtig mit Dir sein, wenn ich mich auch wundere, dass Du derartige Behauptungen aufstellst.
1.) Die Intention der Seite kann ich Dir auch nicht erklären, das musst Du selbst spüren. Mach Dein Stirnchakra frei und horche tief in Dein Innerstes.
2.) Auf die Verwendung von Smileys verzichten wir aus grundsätzlichen Erwägungen. Goethe, Schiller und Lessing haben auch keine Smileys in ihre Texte eingestreut. Das soll nicht bedeuten, dass wir uns mit diesen bedeutenden Dichtern auf eine Stufe stellen, sondern lediglich veranschaulichen, dass die Smileys eine Mode der Internet-geprägten Neuzeit sind, die wir als nachhaltiges Unternehmen nicht mitmachen werden.
3.) Zuletzt monierst Du die fehlenden Links in unserem Shop. Das hat damit zu tun, dass wir derzeit ausverkauft sind. Neue Ware ist unterwegs, aber es wäre unredlich von uns, Bestellungen entgegen zu nehmen und die Kunden womöglich mehrere Wochen warten zu lassen.
Und jetzt empfehle ich Dir, Deine misstrauischen Gefühle beiseite zu legen und Dich etwas mehr zu öffnen. Es gibt schließlich mehr Dinge zwischen Himmel und Erde als sich unsere alte Schulweisheit hat träumen lassen.
[...] dass die Jubel-Kommentare von Manu7 vom Hevert-Firmen-PC versandt wurden. Wir verfassen den Artikel Manu7 und die Undercover-Öffentlichkeitsarbeit aus dem Hause Hevert und beweisen das unlautere Handeln mit einem [...]
Esoterik, Scheinheiligkeit und Unredlichkeit und Dummheit liegen eben dicht beisammen.
also, ich finde die Sache einfach nur genialisch. Deutlicher kann man sich nicht entblättern…
und ich liiiiebe es, wenn man sich entblättert.
[...] Geschichte von der auf Methoden des Black-Marketing spezialisierten Hevert-Mitarbeiterin Manu7 bekommt ein neues [...]