Heute geht unser Blick voller Wehmut 20 Jahre zurück zu dem Tag, an dem die Mauer fiel.
Es war der 9. November 1989, als ein aufgebrachter Mob das historische Mauerwerk am Brandenburger Tor stürmte und zum Einsturz brachte. An diesem nasskalten Novembertag fiel nicht nur ein Stück Grenzbefestigung, sondern auch ein Teil der deutschen Geschichte.
Wie in einer Schockstarre griffen weder die ostdeutschen noch die westdeutschen Politiker ein, und so wurde ein auf dem europäischen Kontinent einmaliges Baudenkmal nahezu auf völliger Länge vernichtet.
Bei diesem Kulturfrevel von bislang ungeahntem Ausmaß wurden zerstört:
- 156 km Grenzbefestigung um West-Berlin
- 112 km Beton- und Steinmauern und 44 km Metallgitterzaun
- 113 km Grenzbefestigung im Bezirk Potsdam
- 48 km Grenzbefestigung innerhalb von Ost- und West-Berlin (Sektorengrenze)
- 59 km Grenzmauer in Plattenbauweise
- 68,42 km Streckmetallzaun
- 161 km Lichttrasse
- 114 km Grenzsignal- und Sperrzaun (GSSZ)
- 128 km Kontakt- und Signalzaun
- 124 km Kolonnenweg
- 186 Beobachtungstürme (302 rund um West-Berlin)
- 31 Führungsstellen
- 20 Bunker
- 259 Hundelaufanlagen
Dabei hatte die UNESCO bereits einige Wochen zuvor angedeutet, dass man das imposante Bauwerk zum Weltkulturerbe erklären würde. Die Medien sprachen bereits vom “achten Weltwunder”. Doch all dies ist Geschichte, denn das Bauwerk, das mit bloßem Auge vom Mond zu erkennen war, ist unwiderruflich verschwunden…
Wie man es richtig macht, beweist das Mutterland des Sheng Fui, die Volksrepublik China. Dort ist man sich der historischen Verantwortung bewusst und pflegt die Chinesische Mauer wie ein Nationalheiligtum. Mittlerweile ist die Chinesische Mauer in weiten Teilen saniert und ein Ziel für in- und ausländische Touristen.
Die komplexbeladenen Deutschen mit ihren Selbstzweifeln und dem fortwährenden Skeptizismus haben sich hingegen nicht nur um ein kulturhistorisch bedeutsames Baudenkmal, sondern auch um ein Stück ihrer Identität gebracht. Vielleicht hätte man statt der deutschen Mauer lieber die Mauer in den Köpfen der Menschen einreißen sollen…
Das mit der “Mauer in den Köpfen der Menschen” wäre leider ohne umfangreichere operative Maßnahmen nicht durchzuführen gewesen, weshalb man sich damals für die vermeintlich billigere Variante entschied.
Nach 2Weltkriegen sowie den Steuerverschwendungsberichten würde es mich nicht wundern, wenn die das Ding nochmal aufbauen, um es wieder abzureissen.(Mit Lobliedern auf die entstandenen Arbeitsplätze)
Dieser Immundefekt der Deutschen gegenüber dem verkrüppelnden Virus der Arbeitswut (Sonderform der Tollwut),wird das Gesundheitssystem derart ruinieren, daß Sheng Fui schon bald die Schulmedizin in der Zahnbehandlung und Orthopädie komplett ersetzen wird.
Wieso Mauer in den Köpfen? Bei den meisten Leuten reicht es doch noch nicht mal für ein anständiges Brett vorm Kopp.
Und der Festakt gestern war ja wohl die Höchststrafe: Stundenlang im Novemberregen stehen, stinklangweilige Politikerreden anhören und zwischendurch quasselt Gottschalk. Armes Deutschland!