Immer mehr Menschen machen von der Möglichkeit Gebrauch, ihre Fragen an die wissenschaftlich abgesicherte Heilslehre Sheng Fui zu richten. Die interessantesten Fragestellungen stellen wir nun in der Esoterischen Sprechstunde vor.

Es hat gerade 0 Grad, wenns morgen doppelt so kalt wird, wie dick muss ich mich anziehen?

Wenn es heute 0 Grad hat und es morgen doppelt so kalt ist, entsteht eine 00-Situation. Neben ausreichender Kleidung empfehlen wir das Anlegen von körpernah eingesetzten Saugkörpern zur Aufnahme von corporalen
Ausscheidungsprodukten (sogenannten “Windeln”).

Bissiger Blogger, Buchautor und Sheng-Fui-Sympathisant: Johannis R. Jappen ist ein Mann, der “die Sarangi (Fiedel), Murali (Bambusflöte) und die Dudra (Zupfinstrument) gleichzeitig spielen kann” (Nepalesisches Sprichwort, am ehesten mit Tausendsassa übersetzbar). Daneben ist er Vorstandsvorsitzender der Hilfsorganisation HOPE e.V. und kümmert sich um Entwicklungsprojekte im fernen Nepal und hilft dort in Not geratenen Menschen. Im Anschluss an seinen jährlichen Nepal-Besuch hält sich Johannis nun in Neuseeland auf und berichtet nahezu exklusiv für uns in einer vielleicht mehrteiligen Serie über seine Eindrücke.

Häusliches

Nachdem ich neulich den ersten von drei vereinbarten Beiträgen abgeliefert habe, kam eine bitterböse Mail von Lorenz Meyer. Darin wies er wenig subtil darauf hin, dass die Veröffentlichung des mich kompromittierenden Bildmaterials unmittelbar bevorstünde, wenn ich meinen aggressiven Konfrontationskurs nicht sofort und unwiderruflich verließe.

Außerdem enthielt die Mail langatmige Nörgeleien über den eingereichten Beitrag, der insgesamt nur ein müder Abklatsch meines damals doch recht unterhaltsamen Textes zum Verkehrsgeschehen in Nepal sei. Langweilig, viel zu textlastig und insgesamt enttäuschend, so lässt sich die Kritik des Meisters zusammenfassen. (Wobei ich den Vorwurf der Textlastigkeit nicht recht verstehe, hat Meyer doch einen Großteil der ihm übersandten Fotos stillschweigend unter den Tisch fallen lassen.) Nur weil Weihnachten und er ein spiritueller Mensch sei, würde er mir eine zweite Chance geben. Ich möge mich doch bitte hurtigst zusammenreißen und zur Abwechslung mal über Dinge schreiben, die seine Leser auch interessierten. Zum Beispiel für die Frage, wie die Neuseeländer eigentlich leben. Okay boss, I got the message.

Die Neuseeländer leben eigentlich genau wie wir, nur anders. Einen Großteil des Tages und fast die ganze Nacht verbringen sie, wenn man von Goldsuchern, Schaf- und Rinderfarmern, Fischern und Forstarbeitern mal absieht, in geschlossenen Räumen. Diese befinden sich üblicherweise in Häusern. Wie man auf den übermittelten Fotos ohne Schwierigkeit erkennen kann, haben Häuser auch in Neuseeland fast immer Dach und Wände mit darin eingelassenen transparenten Aussparungen, die das Tageslicht rein und neugierige Blicke rauslassen sollen. Nicht umgekehrt. Wände sind übrigens meistens aus Holz, Dächer überwiegend aus Wellblech. Wer kein Haus hat, wohnt in einem alten Bus, Wohnwagen oder Eisenbahnwaggon.

So, das waren jetzt gut 250 Worte mit relativ hohem Informations- und Wahrheitsgehalt. Trotzdem befürchte ich, dass Lorenz Meyer damit nicht zufrieden sein und nur allzu bald die für mich äußerst peinlichen Fotos an die Öffentlichkeit geben wird. Ich muss mir also noch ein paar Absätze aus den wunden Fingern saugen, wenn ich mein Gesicht und den tadellosen Ruf wahren will, der bisher mit meinem Namen verbunden ist. Nun denn. Auffällig ist, dass der Durchschnittsneuseeländer einen Hang zum Messie hat. Wer nicht wenigstens ein altes Auto auf seinem Grundstück vergammeln lässt, ist entweder erst kürzlich eingewandert oder hat deutsche Vorfahren. Auch Häuser findet man in den verschiedensten Graden der Verwahrlosung, was zwar manchmal beklagenswert wirkt, bei näherem Hinsehen aber durchaus attraktiv ist. Zumindest, wenn man eine morbide Ader hat und melancholische Stimmungen genießen kann.

Nachstehend findet die geneigte Leserschaft – sofern Herr Meyer ihnen diese Preziosen nicht wieder vorenthält – eine repräsentative Auswahl von zehn neuseeländischen Domizilen in verschiedenen Preis- und Altersklassen in diversen Stadien der Verkommenheit. Aufgelockert wird diese Galerie durch Close-Ups von Wänden, das Bildnis eines Hermiten namens Stewart, bewohnte und unbewohnte Fahrzeuge, sowie Fotos der durch ein schweres Erdbeben beschädigten katholischen St. Johannis-Kirche auf der Banks Peninsula nahe Christchurch. Interessanterweise ist dort ausgerechnet das auf dem First verankerte steinerne Christuskreuz herabgestürzt und hat, nochmals ausgerechnet, den Eingangsbereich des Gotteshauses zerstört, sodass in Little River auch vier Monate nach dem Beben keine Andacht stattfinden kann. Was will Gott uns damit wohl sagen?

Ergänzt habe ich noch den Beweis, dass nicht jedes verlassene Haus auch unbewohnt sein muss und sogar die netten Neuseeländer echte Mistkerle sein können, denn bei näherer Inspektion von Haus Nr. 9 musste ich feststellen, dass dort im Wohnzimmer ein wirklich armes Schwein sein jämmerliches Dasein fristete. Knöcheltief in der eigenen Scheiße und mutterseelenallein in einer verlassenen Bruchbude vor sich hin vegetieren, dass sollte man dem Besitzer von Haus und Schwein mal für einige Wochen als bewusstseinserweiternde Erfahrung angedeihen lassen. Nebenbei erwähnt, Haus und Gründstück sind zu verkaufen.

So, das muss für diese Woche reichen. Ich habe meine Pflicht getan und hoffe, dass der geneigten Leserschaft dadurch Aspekte des neuseeländischen Alltags erschossen wurden, die nicht in jedem Merian-Heft verbraten werden. Bis demnächst, oder wie man hier sagen würde – have a good one.

Die Neuseelandreihe von Johannis Jappen im Überblick:

Neues aus Neuseeland (1): Zu Gast bei den Antipoden
Neues aus Neuseeland (2): Häusliches
Neues aus Neuseeland (3): Kommunikationsfreude

Immer mehr Menschen machen von der Möglichkeit Gebrauch, ihre Fragen an die wissenschaftlich abgesicherte Heilslehre Sheng Fui zu richten. Die interessantesten Fragestellungen stellen wir nun in der Esoterischen Sprechstunde vor.

Kann man die Energie des Chi auch verwenden, um damit die Wege von Eis und Schnee zu befreien?

Ausgezeichnete Frage. Es gib tatsächlich ein Werkzeug, das wie kein zweites in der Lage ist, die kristallisierten und angereicherten Wassertropfen zu beseitigen: den Schnee-Chi-ber.

Bissiger Blogger, Buchautor und Sheng-Fui-Sympathisant: Johannis R. Jappen ist ein Mann, der “die Sarangi (Fiedel), Murali (Bambusflöte) und die Dudra (Zupfinstrument) gleichzeitig spielen kann” (Nepalesisches Sprichwort, am ehesten mit Tausendsassa übersetzbar). Daneben ist er Vorstandsvorsitzender der Hilfsorganisation HOPE e.V. und kümmert sich um Entwicklungsprojekte im fernen Nepal und hilft dort in Not geratenen Menschen. Im Anschluss an seinen jährlichen Nepal-Besuch hält sich Johannis nun in Neuseeland auf und berichtet nahezu exklusiv für uns in einer vielleicht mehrteiligen Serie über seine Eindrücke.

Otto und Helga Normalverbraucher denken ja gemeinhin, dass Schriftsteller und solche, die sich dafür halten, ungemein interessante und angenehme Zeitgenossen sind, voller Humor und Geistesreichtum, die untereinander freundlichen Umgang und regen Austausch pflegen und zusammenhalten wie Pech und Schwefel. Das ist natürlich Quark, oder Bullshit, wie man hier unten sagen würde. Jeder Schreiberling kämpft mit Haken und Ösen um Leser und Honorare, kein Schriftsteller gönnt einem anderen auch nur das Schwarze unterm Fingernagel. Tut mir leid, aber so ist es eben.

Ich verbreite mich hier nicht etwa, weil ich an unheilbarem Schreibzwang leide oder um dem Betreiber dieser Website einen Gefallen zu tun. Eher im Gegenteil. Aus Gründen, die ich keinesfalls erläutern möchte, hat Lorenz Meyer mich in der Hand und presst mir gelegentlich ein paar kostenlose Beiträge ab, um das recht einseitige Angebot seiner Webseite etwas interessanter zu gestalten. Vor zwei Jahren erging es mir ähnlich und ich musste während einer Nepalreise vier ellenlange und aufwendig bebilderte Beiträge 1 2 3 4 abliefern, die hier zwar ein erfreuliches Echo fanden, für die ich aber außer ein paar Sticheleien und den üblichen Boshaftigkeiten nichts von ihm bekam. Nun ist es mal wieder so weit – er hat mich am Kanthaken und ich schreibe wieder umsonst und gratis.

Ihr fragt euch, ob sich Lorenz Meyer diese unfroh-despektierliche Einleitung einfach so gefallen lassen wird? Nichts könnte mir schnurzer sein, von mir aus kann er sich derart aufregen, dass seine Magengeschwüre platzen und er innerlich verblutet. Wenigstens wäre ich dann endlich frei und müsste nicht länger als gesichtsloser Schreibsklave nach seiner Pfeife tanzen.

Auf meiner eigenen Internetplattform habe ich mich bereits ad nauseam darüber verbreitet, dass ich seit Mitte November in Neuseeland bin und das Land in einem japanischen Kombi bereise, der mir vielfach auch als Nachtlager dient. Wer zuviel Tagesfreizeit und absolut nichts Besseres zu tun hat, kann meine peinlich-schwärmerischen Berichte dort nachlesen (1 2 3 4 5 6).

Als Meyers Drohungen kürzlich immer wüstere Formen annahmen und seine Forderung nach kurzweiligen Texten kaum noch zu ignorieren war, überlegte ich, wie ich mir diese lästigen Aufgabe möglichst einfach vom Hals schaffen könnte. Speziell im Urlaub erledige ich unangenehme Dinge meist schludrig, und bin fest entschlossen, an diesem Muster eisern festzuhalten. Folglich kupfere ich frech bei mir selber ab und serviere euch ein lieblos zusammengerührtes Menü, ähnlich wie ich es vor zwei Jahren in Nepal kreierte.

Verkehr interessiert fast alle Menschen, viele haben sogar Verkehr oder nehmen irgendwie daran teil. Der Beitrag „Verkehrsdurchsage“, den ich Lorenz Meyer im November 2008 aus Kathmandu schickte, fand erstaunlich viel Anklang und wurde später sogar irgendwo abgedruckt. Also geht es heute um Verkehr in Neuseeland, wobei ich mich strikt auf Geschehnisse beschränken werde, die auf den Straßen stattfinden. Kernaussage: Neuseeländer fahren genau wie die Nepalesen, nur anders. Punkt.

Gern würde ich es bei diesem Statement belassen, befürchte aber, dass damit der Meyersche Bogen geringfügig überspannt würde. Deshalb liefere ich noch ein paar halbherzige Ergänzungen nach und hübsche das Ganze mit eher langweiligen Fotos auf. Also los.

Wie jeder weiß, verteilt sich Neuseeland auf verschiedene kleine und zwei große Inseln. Weil das Land schlampig konstruiert und insgesamt ziemlich unaufgeräumt ist, gibt es kaum ebene Flächen, keine geraden Linien und oftmals stürzen sich üppig begrünte Bergflanken direkt in eins der angrenzenden Meere hinab.

Das und die seltsame Eigenart der neuseeländischen Straßenbaubehörden, die Trassen der Landschaft anzupassen, statt es wie in Deutschland umgekehrt zu tun, führt zu extrem kurviger Streckenführung. Das am häufigsten anzutreffende Straßenschild zeigt daher ein aufwärts strebendes Spermium in Kombination mit einer Kilometerangabe. Dieses leicht verunglückte Piktogramm warnt allgegenwärtig vor Kurven, nicht etwa vor ungeschütztem Geschlechtsverkehr. Einerseits ist die Gurkerei durch meist subtropisch-sattgrüne Gegenden recht nett, aber manchmal wünscht man sich, die Neuseeländer würden mehr mit Bulldozern und Sprengstoff zuwerke gehen, um hier und dort ein paar anständig schnurgerade Landstraßen nach deutschem Muster zu bauen.

Anders als in Nepal haben Autos hier reichlich Pferde unter der Haube. Sechs Zylinder sind Standard, es dürfen aber auch gern acht sein, die bevorzugt in V-Form angeordnet sind. Es wird ziemlich gerast, man schneidet todesmutig die vielen Kurven und brettert überhaupt sehr dynamisch durch jene malerischen Landschaften, die Touristen ständig neue Oh-my-God-Aufschreie entlocken, den Einheimischen aber meistens im Weg sind. Vor Kurven weisen Schilder die Höchstgeschwindigkeit aus, welche man einhalten sollte, wenn der eigene Todeswunsch nicht übermäßig stark ausgeprägt ist. Allerdings bin ich gelegentlich auf hinter Kuppen versteckte Haarnadelkurven gestoßen, vor denen die hilfreichen Schilder überraschenderweise fehlten. Meinen Reifen fehlte danach meist ein halber Millimeter Profil.

Hinweisschilder sind überhaupt ein wichtiges Thema im Land der großen weißen Wolke. Man findet sie überall, was zum Entstehen eines ungewöhnlichen Volkssports geführt hat. Man (selten frau) fährt gern angetrunken durch die nicht unbedingt menschenleere Gegend, während der Beifahrer mit Schrot oder Teilmantelgeschossen auf unschuldige Verkehrsschilder ballert.

Besonders beliebt ist ein Männchen, das vor Fußgängern wart. Leider habe ich kein entsprechendes Beweisfoto, weil ich in den Tagen vor Weihnachten recht zügig (selbstverständlich mit sechs Zylindern in V-Form und gut 200 PS) unterwegs war und mir neulich einen polizeilichen Anschiss eingefangen habe, da ich mal wieder zum Fotografieren angehalten hatte. Ja, auf der Autobahn, hier Motorway genannt.

Anhalten und fotografieren – das zeichnet besonders die motorisierte Pestilenz dieses Landes aus, die rund sieben Millionen Wohnmobile. Gut, bei genauer Zählung sind es vielleicht ein paar weniger, aber überall eiern Touristen mit klotzig-überbreiten Monsterkisten oder untermotorisiert-klapprigen Kleinstbussen durch die Gegend, kämpfen mit Technik und Linksverkehr, und immer wenn Jessica juchzt „Oh, kuck mal, Klaus!“ wird sofort und brutal auf die Bremse getreten.

Meist stehen die Mobilheimer dann in einer unübersichtlichen Kurve, knipsen Meer und Berge, Fauna oder Flora, und nur ein supergnädiger Gott beschützt sie davor, im nächsten Moment von einem herandonnernden Milchtankzug oder Holzlaster in die ewigen Jagdgründe befördert zu werden.

Lastwagen muss man sich überhaupt etwas anders vorstellen als bei uns daheim. Sie sind größer, schneller, stärker, sehen gefährlicher aus und sind es auch. Die Zugmaschinen kommen meist aus den USA oder Australien, haben gern über 1000 PS, und solch ein rollendes Ungetüm kann auch abgebrühten Zeitgenossen Respekt einflößen, speziell auf den schmalen Highways, die oftmals das Format einer welligen bundesdeutschen Kreisstraße haben. Lastwagenfahrer sind harte Typen und neulich interviewte ich zwei von ihnen unterwegs, als sie neben ihren Trucks Kaffee schlürften. 30.000 Liter Diesel hatte der eine geladen, der andere dieselbe Menge Flugbenzin. Wenn solche Lastzüge mit hundert Sachen heranpreschen, darf man sie wohl ohne Übertreibung als rollende Bomben bezeichnen. Übrigens, das Hobby der beiden Treibstoffspezialisten ist Biertrinken. Aber nicht am Steuer, versicherten sie feixend, da würde man zuviel verschütten. Prost!

Zum Schluss noch eine neuseeländische Eigenheit, die One-Lane-Bridge. Einspurige Brücken findet man überall im Land, auch auf den Highways. Sie verstecken sich, genau wie ihre Verwandten, die in den nackten Fels gehauenen Engpässe, gern hinter Hügelkuppen und Haarnadelkurven. Plötzlich taucht ein Schild auf, das entweder Vorfahrt gewährt oder bei Gegenverkehr zum Anhalten zwingt, danach steht in weißer Schrift ONE LANE BRIDGE auf dem Asphalt, und wer dann noch nicht wach geworden ist, endet schlimmstenfalls in der angrenzenden Schlucht, wie meine Fotos belegen. Manchmal sind solche Brücken, an die elend breiten Flüsse dieses unzähmbaren Landes angepasst, einen halben Kilometer lang oder so schmal, dass nervöse Fahrer sie nur nach Einnahme von mindestens 10 Milligramm Valium überqueren mögen.

Alles in allem ist Autofahren in Neuseeland aber deutlich angenehmer als in Deutschland oder Nepal, ja es macht oftmals sogar regelrecht Spaß. Das liegt einerseits an der ständig vorbeirollenden und außergewöhnlich gefälligen Fototapete und dann am in vielen Gegenden extrem dünnen Verkehr. Übrigens, obwohl die Kiwis überall Warnschilder aufstellen und sich fast wie amerikanische Sicherheitsfanatiker gebärden, muss man sein Auto hier nicht versichern. Nein, auch keine Haftpflicht. Ob ich denn meine Karre wenigstens ordnungsgemäß versichert habe? Kein Kommentar.

So, das muss jetzt aber fürs Erste reichen. Falls Lorenz Meyer nicht auf weitere Lieferungen verzichten sollte, melde ich mich kommende Woche wieder. Zähneknirschend.

Die Neuseelandreihe von Johannis Jappen im Überblick:

Neues aus Neuseeland (1): Zu Gast bei den Antipoden
Neues aus Neuseeland (2): Häusliches
Neues aus Neuseeland (3): Kommunikationsfreude

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Wie blöd muß man sein, um hier eine Frage zu stellen?

Man muss gar nicht blöd sein. Von Ausnahmen abgesehen wie man anhand Deiner Frage merkt.

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Wie viel Energie (Kalorien) ist in energetisiertem Wasser? Kann ich von hochenergetisiertem Wasser Fett werden? Gibt es Broteinheiten(BE) Tabellen von energetisierten Lebensmitteln für Zuckerkranke? Ich weiß nicht weiter!

1.) Wie viel Energie (Kalorien) ist in energetisiertem Wasser?
Seit 1. Januar 2010 ist die Angabe von Kalorien in der EU unzulässig, da jetzt in Joule abgerechnet wird. Wenn ich Deine Frage beantworte, würde ich mich daher strafbar machen. Stelle die Frage also nochmal mit der korrekten Einheit.

2.) Kann ich von hochenergetisiertem Wasser Fett werden?
Viele benutzen das hochernergetisierte Wasser, um den Schweinsbraten mit den Knödeln herunter zu spülen und werden fett. Ein wissenschaftlich gesicherter Zusammenhang ist noch nicht bewiesen. Man empfiehlt bei derartigen Fällen, die Bratensoße mit energetisiertem Wasser zuzubereiten.

3.) Gibt es Broteinheiten(BE) Tabellen von energetisierten Lebensmitteln für Zuckerkranke?
Die Veröffentlichung einer derartigen Tabelle ist bislang daran gescheitert, dass unsere Shareware-Version von Microsoft-Excel abgelaufen ist. Wir haben uns das Projekt jedoch für die nähere Zukunft notiert.

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Warum ist die Banane krumm, warum ziehn die 40 wagen ausgerechnet westwärts, wer hat an der Uhr gedreht und wann wird’s mal wieder richtig Sommer?

Weil die Primaten sie krumm gebogen haben, weil John Sturges es so wollte, Paulchen Panther hat an der Uhr gedreht und genau dann, wenn Frau Holle sich von Rudi Carrell dazu überreden lässt.

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Wollte meinen Chi-Fluss verbessern, und habe daher bei eBay einen Mon-Chichi bestellt. Erwartete sowas wie Doppelherz fürs Chi. Bekam aber nur einen doofen Affen. Ist es mit Sheng-Fui vereinbar, wenn ich den Anbieter bis in die siebte Generation verfluche?

Das ist nicht nur mit Sheng Fui vereinbar, sondern auch höchst angeraten. Außerdem solltest Du den Affen durch das Absingen entsprechenden Liedgutes in den Status einer energetischen Voodoo-Puppe transformieren. Danach kannst Du mit Hilfe kleiner Nadeln Deine höchstpersönliche Botschaft an Deinen eBay-Verkäufer senden.

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Hast du gewusst, dass man eine Frontlader Waschmaschine nur zum Toplader machen kann, wenn man sie auf eine Seite, die Rückseite legt? Aber ein Toplader wird zum Frontlader wenn man ihn auf eine der vier Seiten legt!

Schön bemerkt. Aber wusstest Du, dass man eine Waschmaschine (gleich, ob Front- oder Toplader) durch das Anbauen von herkömmlichen Rollschuhen zum Radlader machen kann?

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OMG, unter meinen Bett fließt keine Wasserader, sondern ein ordentlicher Fluss. Was kann ich dagegen machen?

Bevor ich Deine Frage, welche Dich als Kenner ausweist, beantworte, ein kleiner Hinweis: Statt “OMG” (Oh My God) sagt man bei uns “OMB” (Oh My Buddha). Das aber, wie gesagt, nur am Rande bemerkt…

Nun aber zur Antwort auf Deine Frage: Wenn sich ein derart starker Fluss unter Deinem Bett befindet, solltest Du des Nachts zur Sicherheit magnetisierte Schwimmflügel tragen. Die sorgen dafür, dass im Falle eines Falles
(Überschwemmung) alles im “Flow” ist.

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Meine Astrologin sagt mir immer die falschen Lottozahlen voraus. Ist sie möglicherweise nicht Sheng Fui zertifiziert?

Frage sie einfach einmal, ob sie den Sheng-Fui-Jackpot-Prediction-Kurs absolviert hat. Der fängt ganz klein an bei privaten Tombolas und Bingonachmittagen in Seniorenheimen, leitet über zur seherischen Unterstützung
bei der Auswahl von Rubbellosen und endet bei der Vorhersage von staatlichen Glücksspielergebnissen in In- und Ausland.

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Gibt es im Sheng Fui eigentlich Gebote und falls ja: Was passiert, wenn man sie bricht?

Du lieferst ein wertvolles Stichwort, denn lange Zeit galten sie verschollen: Die “12 kosmischen Gesetze des Sheng Fui”.

Die 12 kosmischen Gesetze waren während der Tang-Dynastie auf die Innenseite der 12 Teetassen des geweihten Teeservices von Tse-Tang geschrieben worden.
Bei einem schändlichen Raubüberfall waren die Teetassen entwendet worden und galten lange Zeit als unwiderruflich verloren. (Tse-Tang litt noch jahrelang unter dem Spott seiner Gegner, er hätte nun nicht mehr alle Tassen im Schrank…)

Mittlerweile sind sie die Tassen, bzw. das was von ihnen übrig geblieben ist, bei ebay-China aufgetaucht und wir konnten sie ersteigern. Nach aufwändigen Restaurierungs- und Restaurationsarbeiten und unter Hinzuziehung eines Sinologen und eines Sheng-Fui-Geistlichen werden wir die 12 kosmischen Gesetze in loser Folge auf unserem Informationsportal im Internet der Öffentlichkeit zugänglich machen. Der Anfang ist heute gelegt mit http://bit.ly/8OZZJr

Vertreiben Sie sich die lange Zeit bis zur Wiedergeburt: Hier das große bunt-bebilderte Sheng-Fui-Buch bestellen