Was Du willst, das wirst Du nicht und was Du wirst, das willst Du nicht.
Tse-Tang, der Ältere aus “Die sieben Säulen des Hasses”
Was Du willst, das wirst Du nicht und was Du wirst, das willst Du nicht.
Tse-Tang, der Ältere aus “Die sieben Säulen des Hasses”
Ein junger Baum kann leicht gefällt werden, birgt jedoch nur wenig Holz.
Tse-Tang, der Ältere aus “Goldene Weisheiten des Sheng Fui”
Die Umweltorganisation WWF (World Wildlife Fund) hat Städte, Menschen und Unternehmen dazu aufgerufen, am heutigen 28. März 2009 um 20:30 Uhr für eine Stunde das Licht zu löschen und sich auf diese Weise für den Klimaschutz einzusetzen.
Nach Angaben der Umweltorganisation haben über 2700 Städte in mehr als 80 Ländern ihre Teilnahme zugesagt. Einige weltberühmte Gebäude würden für den Zeitraum von einer Stunde in völliger Dunkelheit versinken. Darunter seien Sehenswürdigkeiten wie der Pariser Eiffelturm, die Christusstatue von Rio de Janeiro oder das Sydney Opera House.
In Deutschland würde sich vor allem Hamburg an der “Earth Hour” beteiligen. In allen Gebäuden rund um die Binnenalster, im Hamburger Michel, im Rathaus und in vielen anderen öffentlichen Gebäuden würden um 20:30 Uhr für eine Stunde das Licht abgeschaltet. Aber auch Bonn und Berlin würden die Lichter ihrer Rathäuser für den abgesprochenen Zeitraum löschen.
Wir schließen uns der vorbildhaften Aktion an und werden unser Abendessen heute Abend in der Küche bei ausgeschalteter Deckenbeleuchtung und nur beim fahlen Schein der Kühlschrankbeleuchtung zu uns nehmen.
Hiermit rufen wir alle Sheng-Fui-Besucher auf, sich in gleicher Weise an der Aktion zu beteiligen. Zum Schluss ein Tipp aus der Praxis: wegen der offenen Kühlschranktür kann Kälte austreten und sich unangenehm im Raum ausbreiten. Hier hat es sich bewährt, kurzfristig einen eingeschalteten Heizlüfter vor den Kühlschrank zu stellen.
Eine böse Ehefrau ist der Schatten eines Mannes im Dunkel der Nacht.
Tse-Tang, der Ältere aus “Goldene Weisheiten des Sheng Fui”
Ein langes Leben birgt viele Demütigungen. Dem entgeht der, der jung stirbt!
Tse-Tang, der Ältere aus “Goldene Weisheiten des Sheng Fui”
Ein energetisches Informationsportal wie Sheng Fui zu betreiben bedeutet in der Praxis einen nahezu kompletten Verzicht auf ein geregeltes Privatleben, man ist ständig der üblen Nachrede der gegnerischen Feng-Shui-Sekte ausgesetzt und muss Stalker und Kommentarterroristen abwehren…
Motivation für unsere tägliche Arbeit ist sicherlich nicht unsere Funktionsträgervergütung (enspricht dem Geschäftsführergehalt eines mittelständischen Unternehmens), sind nicht die zahlreichen Fernreisen oder unsere (notwendige) Geschäftslimousine. Nein, es ist IHR Zuspruch und es sind IHRE Rückmeldungen, die uns täglich aufs Neue darin bestärken, unseren energetischen Weg weiter zu gehen.
Heute erreicht uns nun ein Brief eines unserer treuen Sheng-Fui-Mitglieder, das uns davon unterrichtet, dass es uns für den renommierten Grimme-Preis vorgeschlagen hat. Wir zitieren aus dem Schreiben an das Grimme-Institut:
“Die Satire auf Esoterik-Angebote im Internet nimmt Geschäftemacherei und Prahlerei von selbsternannten Fachleuten, denen eher der Wunsch nach blinder Anbetung, Anerkennung und Einkommen als ihre unerfüllbaren Heils- und Weissagungsversprechen am Herzen liegen, aufs Korn.
Bei den Inhalten handelt es sich teils um hanebüchenen Unsinn, dessen Plausibilität und wissenschaftliche Korrektheit durch Detailreichtum in der Darstellung und erfundene Zeugenaussagen belegt werden soll. Teils werden einfache Binsenweisheiten mit würdevollem Pathos vorgetragen, was Seriosität oder Beseeltheit vorgaukeln soll.
Die Stilmittel werden so eingesetzt, dass die groteske Überzeichnung einen komischen Effekt hat. Die teils unverständlichen, weil absurden Inhalte werden in verständlicher Sprache vermittelt, dabei wird auch gelegentlich mit aktuellen Schlagworten (z.B. Pendlerpauschale, Abwrackprämie) gearbeitet. In der Regel werden ein oder mehrere Beiträge pro Tag veröffentlicht, die verlässliche Autorentätigkeit hat geholfen, eine Stammleserschaft zu etablieren, die die Beiträge eifrig kommentiert.
Kategorisierung, Verschlagwortung und Rubrizierung in u.a. “Tagesweisheit“, “Der Mondkalender empfiehlt“, “Wussten Sie schon?”, “Tipp vom Profi“, “Frage des Monats” und das brandaktuelle “Heute vor 200 Jahren” bieten – wie die blog-typische Navigationshilfe der chronologischen Beitragsanzeige und Tag-Wolke – Orientierung und Übersichtlichkeit.
Die Einbindung von relevanten Videos und illustrierenden Bildern ist selbstverständlich. Mit einer besonderen Form der partizipativen und kollaborativen internetspezifischen Nutzerbeteiligung hat Sheng-Fui.de Furore gemacht: die gemeinsame Löffelverbiegung und der Schweigechat. Als besonderen Service bietet die Seite auch regelmäßig in der Rubrik “Kostenloser Fragetag” Tipps und Tricks und Antworten auf Fragen der User, insbesondere zu Wohn-Themen.
Besondere Beachtung bei den mitlesenden und bis dahin eifrig kommentierenden, dem Sheng Fui kritisch gegenüberstehenden, Feng-Shui-Anhängern fand die Korrespondenz mit dem Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin über deren Empfehlung okkulter Feng-Shui-Praktiken.
Beispielhaft für eine gelungene Verknüpfung mit anderen Medien kann hier ein Auftritt des Machers Lorenz Meyer im Radio genannt werden.
Aber Spaß beiseite: Sheng Fui hat auch einen einzigen ernsthaften Teil – die Lesergemeinde sammelt Spenden für Nepal, die Hilfsorganisation Hope e.V. revanchiert sich über Gastbeiträge des Vorsitzenden mit interessanten Einblicken in die dortige Kultur.
Insgesamt bin ich der Meinung, dass es sich bei Sheng-Fui.de um ein herausragendes Online-Angebot handelt, das hochwertige Formate sowie kreative Konzepte der Kulturvermittlung und Unterhaltung entwickelt hat und weiterentwickelt.
Die hier vermittelte Unterhaltung wird nach meiner Ansicht auf hohem inhaltlichen und formalen Niveau geboten. Deshalb meine ich, dass Sheng-Fui.de für den “Grimme Online Award Kultur und Unterhaltung” in Frage kommt.” (Links von Redaktion)
Wenn die Sonne untergeht, verschwinden die Schatten.
Tse-Tang, der Ältere aus “Goldene Weisheiten des Sheng Fui”
Tue das, was Du fürchtest und fürchte das, was Du tust.
Tse-Tang, der Ältere aus “Goldene Weisheiten des Sheng Fui”
Nichts ist so beständig wie der Wandel. Das wissen auch wir von Sheng Fui und erweitern unser Informationsangebot um eine neue Rubrik. In “Heute vor 200 Jahren” schauen wir zurück in die Vergangenheit: auf exakt den Tag, der nun bereits 200 Jahre zurück liegt.
Möglich machen dies die detaillierten Berechnungen unseres ISFK(tm) (Immerwährender Sheng Fui Kalender). Dabei handelt es sich um ein astronomisch-astrologisches Spezialwerkzeug, mit dem bereits vor Jahrhunderten hochkomplexe Berechnungen angestellt wurden. So ist bis heute kein Computerprogramm in der Lage die dazu notwendigen Algorithmen derart schnell umsetzen wie unser ISFK.
Doch jetzt wollen wir Sie nicht länger auf die Folter spannen: Vor 200 Jahren war der zwanzigste März 1809!
Verbrenne all Dein gesammeltes Holz, wenn Du einen dicken Wintermantel in Deiner Nähe weißt.
Tse-Tang, der Ältere aus “Goldene Weisheiten des Sheng Fui”
Es ist leichter, tausend Dinge halb zu tun, als auf einem einzigen Gebiet Meister zu werden. Drum tue tausend Dinge halb, und Du hast 500 mal mehr als ein Meister getan.
Tse-Tang, der Ältere aus “Goldene Weisheiten des Sheng Fui”
Der Weg zum Ziel kennt viele Abkürzungen.
Tse-Tang, der Ältere aus “Goldene Weisheiten des Sheng Fui”
Vetrau der Axt, und sie wird Dir in den Fuß hacken.
Tse-Tang, der Ältere aus “Goldene Weisheiten des Sheng Fui”
Während Kellner-Namenlos vor den Augen des sensationslüsternen Publikums sein Blut vergoss, stand Meister Wang mit aufgerissenen Augen inmitten des Infernos und sinnierte über den therapeutischen Wert regelmäßigen Katastrophentourismus für die Stabilisierung des eigenen Ichs.
Diese Gelegenheit unbeobachteter Freizügigkeit ließ sich Miezuki nicht entgehen. Rücksichtslos strampelnd schlug er auf dem Weg in die Freiheit eine Schneise der Verwüstung durch die Reste des Festmahls, bis er endlich mit gesträubten Haaren und lautem Jubelgeschrei durch die Eingangstür flog. Offenbar tobte er sich im Vorbeigehen noch an Wus dekadenter Inneneinrichtung aus. Poltern und Jammergeschrei setzten sich jedenfalls eine Zeitlang fort, bevor sie schlussendlich in der Ferne erstarben.
Meister Wang seufzte erleichtert. Das war überstanden! Die kolossale Anspannung entwich seinem Körper, wie der Wind aus einem prallen Ballon. So klang es jedenfalls…
Wu hatte sich mit stark gerötetem Antlitz erschöpft auf seinen blattgoldverzierten Stuhl fallen gelassen und schnaufte wie eine fußkrankes Nilpferd beim Durchqueren der Wüste Gobi. Mai Ling fächelte ihm mit hektischen Bewegungen Luft zu, so dass ihr lebensbedrohlich enges Miederchen noch stärker unter der enormen Last seiner Füllung ächzte.
Bai Lings Hirn schien inzwischen den Stand-by-Modus verlassen zu haben. Wus linksseitiges Konkubinchen schien im wahrsten Sinne des Wortes den Braten gerochen zu haben. Das unterentwickelte Denkorgan hinter ihrer stark gerunzelten Stirn versuchte krampfhaft einen Kausalzusammenhang zwischen Meister Wangs schuldbewusstem Grinsen und dem Amoklauf der zu strikter Diät verdammten Katze herzustellen. Meister Wang setzte reflexartig seine tausendfach erprobte Unschuldsmine auf, die ihm bei Missis Wangs Hang zu turnusmäßigen inquisitorischen Befragungen zahllose Male wichtige Teile seiner Anatomie gerettet hatte.
Letztlich schaffte es Bai Lings überfordertes Zerebrum nicht, eine schlüssige Ursächlichkeit der heimlichen Fütterung Miezukis für den Tobsuchtsanfall und der spontanen Erkenntnis, dass ihn sein Herrchen doch nicht so liebte, herzustellen und strich die Flagge. Vermutlich war es in der genetischen Lotterie bei seinem Anteil an der zur Verfügung stehenden Körpermasse von dekorativeren Körperteilen auf einen der hinteren Plätze verwiesen worden und schmollte seitdem in der typischen, frustrierten Leistungsverweigerungshaltung.
Bai Ling wandte sich nun ebenfalls ihrem heftig schnaufenden Brotherren zu, der immer noch japste wie ein Panda nach 100 Meter Sackhüpfen. Meister Wang grinste erneut – diesmal aber nur innerlich. Das hämische Feixen verging ihm schlagartig, als sich die verfluchte Ente mit einem triumphalem Auftritt in seinen Eingeweiden zurückmeldete…
Tue nichts Gutes, dann passiert dir nichts Schlechtes.
Tse-Tang, der Ältere aus “Die sieben Säulen des Hasses”