Wenn der starke Bambus im Sturm bricht und gleichzeitig der Reisbauer in die Porzellanschüssel des Aborts, wird dies wahrlich kein Zufall sein.

Tse-Tang, der Ältere aus “Goldene Weisheiten des Sheng Fui”

Der Lama Mny Calris (chinesisch für „Juwel der Speisekammer“), ist ein einflussreicher, spiritueller Lehrer des Geomantie-Ordens und damit eine hohe Autorität im westlichen Feng Shui. Die erste Reinkarnationsstufe des dem Leben äußerst zugewandten Lamas lebte im 13. Jahrhundert und starb auf tragische Weise bei einem Festbankett des Kaisers an einer “Lebensmittelvergiftung” wie es seine Anhänger gerne noch heute verbreiten.

Der lange unter Verschluss gehaltene Obduktionsbericht liefert die eigentliche Todesursache: ein zu hastiges Hinunterschlingen der gepökelten Eselshaxe in Aspik “an einer Pfefferminzvinaigrette mit einem Hauch von Salbei” bewirkte einen Erstickungsanfall, an dem der Lama an Ort und Stelle verstarb.

Dieses Jahr haben die umtriebigen Feng-Shui-Anhänger sich wieder auf die Suche nach der aktuellen Reinkarnation des Lamas ausgemacht und einen chinesischen Jungen aus der Provinz Yangzhou gefunden, der diese Rolle besetzen soll.

Auf der Videoplattform You Tupe wird derzeit ein Marketingfilm dazu verbreitet, in dem Lama Mny Calris liturgische Gesänge aus der Feng-Shui-Konkordanz anstimmt.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Rc_WTK-wtRE[/youtube]

yoga-im-buro-teil-10-der-breitmaulfroschAls wir vor einiger Zeit unserer Übungsreihe “Yoga im Büro” starteten, wurden wir von den Größen der Gesundheitsbranche noch belächelt. Zu stark waren die Vorbehalte der etablierten Schulmediziner, die sich traditionell allen Neuerungen verschließen. Gebetsmühlenartig wurden uns “wissenschaftlich fundierte Wirknachweise” abverlangt. Ohne diese würde man sich nicht mit uns an einen Tisch setzen…

Seit wir unsere Doppelblindstudie “Practising Sheng-Fui-Yoga in Office-Surroundings and the positive Influence on Body and Mind” (Miller, Mockturtle, Habersang et al., San Francisco) vorgelegt haben, welche die positiven Wirkungen des Büro-Yogas zweifelsfrei belegen, sind die Kritiker jedoch verstummt.

Nach entsprechendem Druck und einem gewonnenen Prozess vor dem Landgericht Wuppertal übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen mittlerweile, eine entsprechende Indikation vorausgesetzt, alle notwendigen Kosten. Damit steht das “Office-Yoga”, wie es dem Zeitgeist folgend in den Zeitschriften genannt wird, allen gesetzlich Versicherten als therapeutische Maßnahme zur Verfügung.

Doch nun zur heutigen Übung: dem Breitmaulfrosch. Bauen Sie sich frontal vor dem auf dem Boden liegenden Sportgerät, in diesem Fall ein handelsübliches Notebook, auf. Während das linke Bein nach oben zeigt, beugen Sie sich mit durchgedrückten Knie zum Sportgerät hinab und betätigen Sie den Klappmechanismus (“Breitmaulfrosch”).

Richten Sie sich auf und wiederholen Sie die Übung. Achten Sie auf eine korrekte Ausführung. Auf Schnelligkeit kommt es nicht an. Wichtig: Atmen nicht vergessen!

Nach einem Zyklus von zehn Wiederholungen merken Sie eine wohlige Entspannung im Bereich der Lendenwirbelsäule und der Rotatorenmanschette. Die Übung normalisiert außerdem die Funktion der Schilddrüse, verbessert den Metabolismus und hilft gegen Magenverstimmung und Krampfadern.

Information für Arbeitgeber: In der Arbeitspause angewandt wirkt der Breitmaulfrosch aktivierend und erhöht auch das Leistungsvermögen der zuschauenden Kollegen.

Bei den “Two Lines of Wisdom” handelt es sich um klassische chinesische Sentenzen berühmter Denker und Philosophen. In zwei Zeilen und in der Tendenz eher nichtfiktional, sind sie weder der Literatur noch der Philosophie eindeutig zuzuordnen.

Die Zweizeiler formulieren eine persönliche Erkenntnis oder Lebensweisheit, erheben aber schon durch ihre bevorzugten Sujets (Moral, Philosophie, Psychologie, Ästhetik, Religion u. a.) den Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Wir wollen nun in loser Folge die berühmtesten Klassiker der “Two Lines of Wisdom” vorstellen. Den Anfang macht eine Sentenz, welche als Kalligraphie auf Reispapier noch heute die Wohnzimmer einflussreicher Wirtschaftsmagnaten in China schmückt.

Wer den Kopf steckt in den Sand,
wird stets am Hinterteil erkannt.

Hebe den Blick beim Gehen, und Du wirst stolpern. Senke den Blick, und Du wirst gegen eine Mauer laufen. Bedenke dies jedesmal, wenn Du Deinen Weg antrittst.

Tse-Tang, der Ältere aus “Goldene Weisheiten des Sheng Fui”

Immer wieder werden die Ergebnisse unserer regelmäßig stattfindenden Umfragen angezweifelt. Nicht nur die Fragestellung sei überwiegend unwissenschaftlich, auch die Ergebnisse seien durch gezielte Manipulation zu Stande gekommen. Mehrfachabstimmungen vereinzelter Sheng-Fui-Besucher über verschiedene E-Mail-Aliase und Tricksereien über IP-Changer würden die Aussagefähigkeit unserer erhobenen Statistiken in Frage stellen. Dabei handelt es sich natürlich um haltlose Unterstellungen, die durch nichts, aber auch rein gar nichts gerechtfertigt sind.

Um den Zweiflern den Wind aus den Segeln zu nehmen, haben wir unsere Besucher über persönliche Mails angeschrieben und eine Umfrage zu diesem Thema gestartet, deren Ergebnis wir Ihnen hier stolz präsentieren.

umfrageergebnisse

bus

Unsere englische Schwesterorganisation, die Sheng Fui Church of Dignity ist in unterschiedliche  Sprengel aufgeteilt, die unter der Verwaltung verschiedener Regionalbischöfe stehen.

Der Verantwortliche für London (innerstädtische Bezirke nördlich der Themse) Monsignore Thomas J. Miller beklagt seit einiger Zeit die zunehmend aggressiver werdende Werbung der Feng-Shui-Sekte. Diese hat, unterstützt von der Lobby der Stickwalking Association of Great Britain (dt: Rutengängervereinigung Großbritanniens), unzählige Busse der Metropole mit aufdringlicher und irreführender Werbung bekleben lassen.

Nun hat Mon. Miller eine energetische Gegenkampagne gestartet. Die Kampagne beschränkt sich nicht nur auf die teuren Stadtteile, sondern bezieht auch die traditionell schlechter gestellten Plattenbausiedlungen der Randlagen mit ein.

Wir drücken unseren englischen Schwestern und Brüdern die Daumen, dass die im aufwändigen Siebdruckverfahren hergestellten Aufkleber im XXL-Format nicht den Graffiti-Schmierereien der Feng-Shui-Befürworter zum Opfer fallen, wie dies bereits bei ähnlichen Aktionen in der Vergangenheit geschah!

Die vergangenen Wochen waren von heftigen Auseinandersetzungen über die energetischen Qualitätsanforderungen der Sheng-Fui-Beitragskommentare geprägt.

Eine Fraktion (im Wesentlichen unsere Stammkommentierer Arienna, Sylvia, tmp und Vogtländer) setzte sich für die Freiheit der spirituellen Kommunikation und die ungezügelte Kommentarlust ein, während die andere Partei (vor allem deren Sprecher Johannis R. Jappen) für eine kontrollierte Kommentarabstinenz plädierte.

Leider eskalierte die ansonsten im Geist der Harmonie und des gegenseitigen Verständnisses geführte Diskussion und “das Maschinengewehr Buddhas” (Insiderspitzname Jappen) stieß mit seinen offenen Worten manchem Besucher vor den Kopf. Und bei manchen waren sogar noch empfindlichere Stellen betroffen.

Vollkommen überraschend ist nun am heutigen Tage via Fleurop ein Brief von Johannis R. Jappen eingetroffen, in dem er alle Beteiligten mit gewinnenden Worten um Entschuldigung bittet.

entschuldigungsschreiben-johannis

Als Blogbetreiber kann und will ich nicht darüber entscheiden, ob Johannis verziehen werden kann. Vielmehr möchte ich unser weiteres Vorgehen in die Hände der Sheng-Fui-Gemeinde legen und stelle daher das Verfahren zur Abstimmung.

Ein Kommentierer will sich bei uns wegen seiner Rüpeleien entschuldigen. Wie sollen wir damit umgehen?

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