Okt 31 2008
Okt 30 2008
Jetzt neu: Sheng Fui Sorgenpüppchen
Viele Menschen nehmen abends ihre Sorgen mit ins Bett: Sorgen um die wirtschaftliche Zukunft, das künftige Wohlergehen oder das Schmelzen von Polkappen und Aktiendepots.
Die Folge der vielen Sorgen sind manifeste Einschlafprobleme und ein schlechter und vor allem viel zu kurzer Schlaf. Viele Betroffene wachen daher morgens “wie gerädert” auf und brauchen mehrere Stunden, um in den Tag zu kommen.
Als probates Mittel gegen Sorgen aller Art erweisen sich die so genannten Original Sheng Fui Sorgenpüppchen aus Guatemala, die in Deutschland nach Originalplänen gefertigt werden!
Erzählen Sie abends vor dem Einschlafen dem Sorgenpüppchen alle Ihre Sorgen, die Sie bedrücken. Das Püppchen legen Sie dazu neben, auf oder unter das Kopfkissen. Am nächsten Morgen ist das Püppchen dann immer noch da, aber alle Ihre Sorgen sind verschwunden.
PS: Machen Sie es jedoch nicht wie der Kunde auf der Abbildung. Die Zigarette vor dem Einschlafen könnte dafür sorgen, dass dem Sorgenpüppchen regelrecht die Luft ausgeht und Sie am Ende eine Sorge mehr haben…
Okt 30 2008
Tagesweisheit
Manchmal ist es später als man gedacht hat, aber früher als man es erwartet hatte.
Tse-Tang, der Ältere aus “Goldene Weisheiten des Sheng Fui”
Okt 30 2008
Meister Wang Staffel 1 (Kapitel 12/20): Warum Meister Wang seinen Kalligraphiepinsel nicht in Haustinte taucht
Meister Wang und die Entstehung des Feng-Shuis: Teil 12
Wu eilte, flankiert von zwei blutjungen Dienerinnen, von der anderen Seite der Halle auf ihn zu. Der kaiserliche Beamte hatte mit seiner prunkvollen Kleidung im bunten Pekingstil, der jetzt offenbar am Hofe modern war, und dem monumentalen Bauch, der es durchaus mit Meister Wangs Vorbau aufnehmen konnte, ein äußerst ehrfurchtgebietendes Auftreten.Auf dem untersetzten Körper thronte das von einem weißen Bart eingerahmte Gesicht mit weit ausladenden Hängebäckchen, einer offenbar vom exzessiven Genuss des feinsten Fusels rotgefärbten Nase und kleinen, verträumten Schweinsäuglein. Seine Erscheinung erinnerte frappierend an die unzähligen Konfuzius-Bildchen, die auf den zahllosen Märkten des Landes für die heimischen Ikonenpinwände verkauft wurden.
Wang grüßte den erhabenen Wu durch eine tiefe Verbeugung, die ihm angesichts seines Bauches, in dem „Mao´s“ Ente immer vergnügter ihre Runden drehte, ein leises Ächzen abrang.
Nach den einleitenden Worten wollte Wu den traditionellen Small-Talk bei einem bescheidenen Begrüßungsimbiss fortsetzen. Mit einem leichten Klatschen der Hände bedeutete er seinen Begleiterinnen die nötigen Vorbereitungen zu treffen.
Bei dem Duo der Freude handelte es sich offenbar um mehr als gewöhnliche Zugehfrauen mit repräsentativer Stellenbeschreibung. Das Erscheinungsbild ließ jedenfalls keinen anderen Schluss zu. Laszives Makup und zwei Dekoltees, die unter dem dahinter herrschendem Druck schon teilweise kapituliert hatten, trafen auf schwarze Strümpfe aus feinster Netzseide. Wang stutzte. Hatte er da eines der verruchten Zungenpiercings aus Jade erhascht? Tatsächlich!
Wus väterlich-lüsterner Tonfall nebst seiner zweideutigen Wortwahl, mit dem er die beiden zeigefreudigen Lotusblüten auf die Reise ins Speisezimmer schickte, um den obligatorischen Tee zu bereiten, räumte den letzten Rest eines Zweifels aus. Das Duo der Freude kicherte scheinbar schamhaft mit niedergeschlagenen Augenlidern hinter vorgehaltenen Händen und stöckelte davon.
Wang seufzte unhörbar. Schon Tse Tang der Ältere warnte davor, den eigenen Kalligraphiepinsel in die Haustinte zu tauchen. Nicht, dass er viel auf diese ohnehin nur mündlich überlieferte Regel des Altmeisters gab.
Der Altmeister hatte schon zu Lebzeiten mit seinem Kumpel Lao Tse – ebenfalls im Nebenberuf zu seiner Tätigkeit als klassischer Regelschmied ein notorischer Beziehungsluftikus – richtig krachen lassen und galt jahrelang als Schrecken aller Schwiegermütter.
Ein wesentlich scherwiegender Grund hielt ihn von derlei Eskapaden ab: Missis Wang. Das untrügliche Gespür seiner Angetrauten für derartige Zerstreuungen wurde nur noch von ihrem Gewicht übertroffen.
Dabei bekam Meister Wang immer sofort rote Bäckchen, wenn er an all die jungen und emsigen Bienchen in seinen Diensten dachte, die in ihren viel zu kurzen Röckchen und knappen Miederchen, auf ihren kleinen, anmutigen Füßchen mit wackelnden Hinterteilchen durch die Kämmerchen und Vorzimmerchen seines bescheidenen Häuschens trippelten, um mit ihren Staubwedelchen jedes noch so kleine Körnchen und Schmutzpartikelchen hinweg zu fegen, bevor es seine Aufmerksamkeit beleidigte. Die anmutigen Häschen, die stets, wenn er ihnen begegnete, ehrfurchtsvoll die mandelförmigen Äuglein niederschlugen und nur verschämt sein voluminöses Wohlstandsbäuchlein musterten.
Aber die Strafe für einen unvorsichtigen Fehlgebrauch seines „Kalligraphiepinselchens“, wie Missis Wang ihn immer repektlos bezeichnete, würde furchtbar sein. Ein kaltes Schäuderchen lief über Meister Wangs Rücken. Energisch wischte er das Häppchen Sabber, das ihm aus seinem lüstern verzogenen Mundwinkeln gelaufen war, mit dem weit geschnitten Ärmelchen seines reich bestickten Ausgangsgewandes ab. Solcherart Freuden waren ihm in den eigenen vier Wänden leider verwehrt!
Hier wehte allerdings ein anderer Wind. Offensichtlich hatte Missis Wu nichts gegen die gepiercten Konkubinchen ihres beneidenswerten Mannes einzuwenden.
Der Neid fördert den Hang zur Nachahmung. Wie so oft wünschte sich Wang in diesem Augenblick nichts sehnlicher, als weniger Yin & Yang und dafür mehr Mai Ling und Bai Ling…
Okt 29 2008
Notizen aus Nepal (1/4): Überlebenskämpfer
Blogger, Buchautor und Sheng-Fui-Sympathisant: Johannis R. Jappen ist ein Mann, der “die Sarangi (Fiedel), Murali (Bambusflöte) und die Dudra (Zupfinstrument) gleichzeitig spielen kann” (Nepalesisches Sprichwort, am ehesten mit Tausendsassa übersetzbar). Daneben ist er Vorstandsvorsitzender der Hilfsorganisation HOPE e.V. und kümmert sich um Entwicklungsprojekte im fernen Nepal und hilft dort in Not geratenen Menschen. Zur Zeit hält sich Johannis in Nepals Hauptstadt Kathmandu auf und berichtet exklusiv für uns (näheres in unserer Beitragsankündigung) in einer vierteiligen Serie über seine Eindrücke.
Da seine Schilderungen ausnahmsweise nichts mit Sheng Fui zu tun haben und aus Gründen der Höflichkeit und des Respekts vor unserem Gastautor, möchte ich Euch darum bitten, in den Kommentaren nur den Inhalt des Beitrags zu diskutieren und die Gemeindegespräche in anderen Beiträgen abzuwickeln.
Johannis steht über ein Internetcafe in Kathmandu mit uns in loser Verbindung und hat versprochen alle Fragen zu beantworten, so es sein angespannter Zeitplan und die desaströse Stromsituation in Nepals Metropole zulassen.
ACHTUNG – Jetzt mit Bildergalerie – ACHTUNG – Jetzt mit Bildergalerie
Nach einem unerquicklichen Flug via Bahrain und Neu Delhi bin ich kürzlich zum xten Mal in Nepal gelandet.
Kaum aus dem Flughafen heraus, hat mich die Hauptstadt Kathmandu verschluckt und wie jedes Jahr in einer Welle von Gerüchen, Geräuschen und verstörend-klaren Bildern durch ihre Gassen und staubigen Avenuen gespült.
Gleich am ersten Tag erlebte ich in der City eine Massenkundgebung – Streiks und Demos sind sozusagen der nepalesische Volkssport – und wurde gleichzeitig Zeuge einer der unzähligen Facetten des Überlebenskampfes der Menschen hier. Wütende Straßenverkäufer zogen mit hastig gepinselten Plakaten durch die Innenstadt und skandierten ihre Parolen. Erst im Nachhinein begriff ich, was diesmal anders ist als sonst: die Gehwege sind nämlich frei von den üblichen Hindernissen.
Eigentlich wird in dieser quirlig-pulsierenden Stadt fast jedes Fleckchen marktwirtschaftlich genutzt, bieten fliegende Händler überall auf Bürgersteigen, Brücken, Treppenstufen ihre Waren an.
Obst, Gemüse, Schuhe und billige Kleidung, Spielzeug, CDs mit Hindi-Pop, Getränke, Taschenlampen und Kofferradios aus China, Geschirr, Schonbezüge fürs Handy, die allgegenwärtigen Gummilatschen, Gewürze, lebendige Hühner – die Liste könnte endlos fortgesetzt werden. Mancherorts haben sich regelrechte Märkte etabliert, reiht sich Stand an Stand auf holperigem Pflaster. Alles natürlich ohne offizielle Genehmigung. Dutzende windschiefer kleiner Hütten aus Bambus, mit wackeligen Sperrholztischen innen drin, das Ganze von leuchtendblauer Plastikplane bedeckt, und davor drängeln sich Käufer.
Vorgestern kamen dann plötzlich die Bagger, rissen alles nieder, und Polizisten verscheuchten selbst jene Frauen, die mit einem Korb selbstgepflückter Beeren oder Gurken aus dem eigenen Garten – frisch aufgeschnittenen mit Salz und Chilipulver bestreut sind sie hier sehr beliebt – entlang einer der belebten Straßen hocken. Die von Kommunisten geführte neue Regierung hat über Nacht den Straßenhandel für illegal erklärt und damit tausende Händler samt Familien ihrer Existenz beraubt. Deswegen die Demonstration, die wütenden Rufe und erbitterten Gesichter.
Gestern las ich dann die traurige Geschichte von einer Gruppe Nepalesen, die in Saudi Arabien unter einer Brücke lebt. Seit 45 Tagen, gut 240 Mann, und doch nur ein paar aus dem riesigen Heer derer, die sich in arabischen Ländern als billige Arbeiter verdingen. Einen Teil ihres mageren Lohns schicken sie nach Hause, damit dort Frau und Kinder oder eben die Eltern und Geschwister satt zu essen haben. Jedes Jahr sitze ich auf der Rückreise nach Deutschland in einem Flugzeug, das mindestens zur Hälfte mit nervösen jungen Männern besetzt ist, die beim Zwischenstopp in Abu Dhabi, Bahrain, Doha oder Moscat aussteigen werden. Sie sind unterwegs zum Job in der Fremde und haben erstmalig die Heimat verlassen. In ihren Gesichtern spiegeln sich zugleich Furcht, Ungewissheit, Trennungsschmerz und die unerschütterliche Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Die gestrandeten Nepalesen aus dem Bericht haben für eine arabische Baufirma geschuftet, die aber monatelang keine Löhne gezahlt und schließlich pleite gemacht hat. Ohne Geld, Unterkunft und Rückflugtickets hausen die Männer nun seit sieben Wochen unter einer Autobahnbrücke und hoffen auf ihre Heimkehr. Bisher hat sich die dortige nepalesische Botschaft nicht um die Not ihrer Bürger geschert, die Bittsteller werden vertröstet oder abgewiesen.
Heute waren wir dann unterwegs zu drei Dörfern, in denen HOPE e.V. gegenwärtig Schulen baut. Dabei fuhren wir stundenlang durch ein flaches Flussbett, wo überall Männer, Frauen und Kinder damit beschäftigt sind, Steine aus dem Wasser zu sammeln, auf Lastwagen zu laden oder sie gleich vor Ort in scharfkantigen Schotter zu verwandeln.
Mit der Hand, von früh bis spät, für maximal 200 Rupien am Tag. In einem der besseren Restaurants von Kathmandu ist das der Preis für eine Flasche kühles Bier und entspricht etwa zwei Euro. Den Schotter verkaufen sie, denn er wird überall im Land gebraucht, um Beton und Asphalt anzumischen.
Abends las ich in der Kathmandu Post, dass die Behörden die Straßenhändler vorläufig dulden wollen, bis Tihar – das Lichterfest der Hindus – sollen sie alle registriert, mit einer Lizenz ausgestattet werden und anschließend Steuern zahlen. Es gibt hier mindestens 4.000 ambulante Verkäufer und Tihar beginnt Ende November. Ein derartiger Verwaltungsakt wäre selbst für effiziente Behörden ein überambitioniertes Ziel. Für eine vom Chaos regierte Metropole in der Dritten Welt ist es ein Ding lachhafter Unmöglichkeit. Entweder alles bleibt beim Alten und nach Tihar laufen wir wie gewohnt im wilden Zickzack über die Gehwege von Kathmandu, oder die fliegenden Händler werden wieder demonstrieren, Straßen blockieren, Parolen schreien und die geballten Fäuste gen Himmel recken.
Von dort können sie allerdings kaum Hilfe zu erwarten…
Und damit wären wir beim Stichwort Hilfe, denn wo keine Hilfe zu erwarten ist, tritt Sheng Fui auf den Plan. Wir wollen das Projekt von Johannis unterstützen und seinen Verein HOPE e.V. mit ein paar kleinen oder großen Spenden unterstützen. Ihr könnt online über Paypal spenden oder per Banküberweisung auf das Vereinskonto. Ich eröffne die Spendenkette und sage 25 Euro zu. Das ist der Beitrag, der in Nepal/Tibet für den einmonatigen Besuch einer weiterführenden Schule oder als Zuschuss für das Studium reicht. Trägt sich noch jemand in den Kommentaren mit einer Spendenzusage ein?
Okt 28 2008
Zusammenstellung der bisherigen Umfragen
Unsere esoterischen Umfragen erfreuen sich größter Beliebtheit. Die Abstimmungen werfen sowohl ethische als auch energetisch hochbrisante Fragen unserer Zeit auf, bei deren Beantwortung Wissen und Gewissen gefordert sind. Außerdem sieht man nach Abgabe der Stimme, ob man im esoterischen Mainstream liegt oder eine seltene Einzelmeinung vertritt.
Immer wieder erreichen uns nun Mails von Besuchern, welche gerne bei der einen oder anderen Umfrage teilgenommen hätten, diese aber aus verschiedenen Gründen (Klangschale verstimmt; in falschen Körper reinkarniert) verpasst haben.
Wir haben uns deshalb die Mühe gemacht und alle Abstimmungen der Vergangenheit auf dieser übersichtlichen Seite zusammen gestellt. Fast alle Umfragen sind noch offen, so dass Sie die versäumten Abstimmungen nachholen können.
Deine Stimme gegen Armut! Vom 7. bis 9. Juli treffen sich die G8-Minister in Japan. Was willst Du Ihnen zur Armut auf der Welt sagen?
- Armut in öffentlichen Gebäuden und Gaststätten muss verboten werden (Ausnahme: separates Zimmer) (41%, 14 Votes)
- Ohne Armut gäbe es auch keinen Reichtum auf der Welt. Lassen Sie deshalb alles wie es ist. (29%, 10 Votes)
- Definieren Sie die Kriterien für Armut neu, und machen Sie aus allen Armen "gering verdienende Durchschnittsverdiener". (24%, 8 Votes)
- Weitere Steuervorteile für Arme einführen (Pendlerpauschale vom Sozialamt zur Parkbank) (6%, 2 Votes)
Anzahl Stimmen: 34
Okt 28 2008
Meister Wang Staffel 1 (Kapitel 11/20): Die Felle der Panda-Babies oder Meister Wang staunt
Meister Wang und die Entstehung des Feng-Shuis: Teil 11
Nun galt es! Meister Wang betätigte den bronzenen Metallklopfer an der kunstvoll mit goldenen Drachen verzierten Flügeltür aus edel gemasertem Massivholz, an der sich auch noch in hundert Jahren jeder Holzwurm die Zähne ausbeißen würde. Es ging doch nichts über wert- und zeitbeständige Edelhölzer aus dem Regenwald!
Unverzüglich erschien ein Bediensteter und gewährte ihm mit einer tiefen Verbeugung Einlass in Wus Stadtvilla. Meister Wang ignorierte das Faktotum (lat.: fac totum = mache alles), als er des Eingangsraumes, um nicht zu sagen der Eingangshalle, ansichtig wurde. Diese war in der Tat äußerst beeindruckend.
Die zahlreichen, schwarz-weißen Panda-Felle, einige davon so klein und niedlich, dass man noch die schnuckligen Baby-Pandas erahnen konnte, die sie einst getragen hatten, kontrastierten reizvoll mit dem grün-blauen Marmorboden und den prunkvollen Vasen aus hauchdünnem Porzellan, die so filigran gefertigt waren, dass sie nur von Kinderhand stammen konnten.
Tiefrote Stoffbespannungen an den Decken und Wänden treffen auf feine goldene Drachenjünglinge, die als Figuren aus den Ecken der eingelegten Deckenkassetten speien und die lang gestreckte Hals- und Kopfpartie einer Schildkrötenstatue aus Marmor, seit jeher ein machtvolles Potenzsymbol, leider sündhaft teuer, wenn man das natürliche Vorbild kleingerieben in der Apotheke zur Libidosteigerung erwirbt.
Die ausgestopften Mastdoggen mit ihren goldenen Ketten zu beiden Seiten des Raumes verströmten einen eindeutig dekadenten Charme, den man in keiner gediegenen Mittelstandswohnung fand. Das gesamte Ambiente war schillernd, exzentrisch, bizarr und anspielungsreich. Der Realität gewordene Inbegriff des sozial schädlichen Abweichens von einer natürlichen und allgemein üblichen Lebensform!
Jeden Sheng-Fui-Harmonieexperten, selbst den Pförtner der örtlichen Geomantievereinigung würde unverzüglich der Schlag treffen, wenn er dieser versammelten Frevel an der klassischen Lehre ansichtig würde. Meister Wang jedoch stand nur andächtig staunend vor dieser verschwenderischen Pracht. Lediglich das stärker werdende Druckgefühl in der Gegend seines Magens setzte einen quälenden Kontrapunkt.
Okt 27 2008
Sheng Fui nur eine Marketingidee?
In einem Feng Shui-Forum musste ich über Sheng Fui u.a. folgende Behauptung lesen:
Ich finde man schenkt dieser Marketingidee zuviel Zuwendung, für mich disqualifiziert sich der Autor (gemeint war Lorenz Meyer, die Red.) mit den Zitaten (gemeint war der von Lorenz Meyer zitierte Ausspruch “Auch wenn der Weise leidet, bleibt sein Geist ganz klar und makellos. Zieht man nämlich gegen die störenden Vorstellungen zu Felde, widerfährt einem zur Zeit der Schlacht viel Leid. Shantideva, Dalai Lama, Was aber ist Glück?, die Red.) , denn was hat der Buddhismus damit zu tun?
Ich machte den Zweifler im folgenden Dialog mit freundlichen Worten darauf aufmerksam, dass der Dalai Lama eine tiefe spirituelle Sympathie für Sheng Fui empfindet.
Jetzt antwortet der Zweifler:
Hallo Lorenz, das ist ja interessant, wie kommst Du denn da drauf? Das würde mich mal interessieren?
Ich könnte jederzeit die entsprechenden durch Videoaufnahmen belegten Äußerungen des Dalai Lama vorlegen, die seine spirituelle Sympathie für Sheng Fui zeigen, die unzähligen Textpassagen in seinen Werken und sogar eine dementsprechende Notiz auf einer Serviette eines China(!)restaurants. Doch ich befürchte, dass mein Gesprächspartner auch diese offensichtlichen Beweise bezweifeln wird.
Und das macht mich schon jetzt etwas traurig…
Okt 27 2008
Ankündigung: Notizen aus Nepal
Aufmerksame Besucher unserer esoterischen Plattform kennen bereits unseren Gastautor, Blogger und Buchautor Johannis R. Jappen.
Johannis ist außerdem Vorstandsvorsitzender des gemeinnützigen Vereins HOPE e.V., der sich vor allen Dingen in Nepal und Indien um Menschen in Not kümmert. Außerdem verbessert HOPE e.V. durch verschiedene Förderprojekte gezielt die Lebensumstände der dort lebenden Bevölkerung.
Johannis R. Jappen verbringt zahlreiche Wochen des Jahres im fernen Nepal, um die Projekte zu koordinieren, mit den Ansprechpartnern vor Ort zu kommunizieren (“to kick some ass”) und um sich nicht zuletzt von der bestimmungsgemäßen Verwendung der Spendengelder zu überzeugen
Wir konnten Johannis überreden, für Sheng Fui in einer vierteiligen Miniserie aus dem fernen Land zu berichten.
In den “Notizen aus Nepal” wird es nicht um Sheng Fui gehen, sondern um die Erlebnisse in einem gänzlich anderen Kulturkreis, die Begegnungen mit den dort lebenden Einheimischen und die vielen Haupt- und Nebensächlichkeiten des nepalesischen Alltags.
Die Umstände unter denen er aus einem der ärmsten Länder der Welt berichtet sind wahrlich nicht einfach. Zahlreiche Stromausfälle (selbst in der Hauptstadt) und teilweise chaotische Umstände durch die Machtübernahme der Maoisten erschweren das tägliche Leben extrem. Und so hoffen wir, dass wir übermorgen den ersten Beitrag der “Notizen aus Nepal” vorstellen können.
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