Eben bekommen wir eine anonyme Halloween-Mail folgenden Inhaltes:

Kein Kommentar, kein Absender (Sven, warst Du das?), nichts…
Die Nähe des Feng-Shui zu heidnischen Bräuchen ist seit längerem bekannt. Dass sich die deutsche Feng-Shui-Fraktion aber derart intensiv mit dem amerikanisierten Kommerzgruselspektakel identifiziert, macht schon nachdenklich.
Und wenn dies eine Retourkutsche auf unseren heutigen Beitrag Die 10 populärsten Feng-Shui-Irrtümer sein soll, ist es außerdem ziemlich traurig. Oder um es mit den Worten Tse-Tang, dem Älteren zu sagen: “Wo Worte versagen, kann selbst das Wasser nicht den Berg hinab fließen.”
Kaum eine Glaubensrichtung ist derart von gefährlichen Irrtümern, Fehlinterpretationen und Falschauslegungen durchsetzt wie das Feng-Shui.
Hier unsere Topliste der 10 populärsten Feng-Shui-Irrtümer.
1.) Münzen unter die Fußmatte legen, damit das Geld in´s Haus findet.
Irrtum: Meist tritt das Gegenteil ein: das Geld findet den Weg zu anderen.
2.) Ein Zimmerspringbrunnen sorgt für sprudelnde Geldquellen.
Irrtum: Toiletten werden auch als die Zimmerspringbrunnen der armen Leute bezeichnet. Von sprudelnden Geldquellen kann da nun wirklich nicht die Rede sein.
3.) Ein Hahn schützt als Friedenssymbol vor schlechter Stimmung im Büro und Mobbingattacken.
Irrtum: Der Hahn ist seit Alterszeiten ein Aggressionssymbol. Wenn man vor Jahrhunderten dem Nachbarn den roten Hahn aufs Dach setzte, bedeutete dies Brandstiftung und war mitnichten friedlich.
4.) Vermeiden Sie lange, scharfe oder hervorstehende Kanten und Ecken.
Irrtum: Bestes Gegenbeispiel sind Eckkneipen, in denen oft ein geradezu überbordender Energiefluss herrscht.
5.) Nur die Dinge behalten, die einem etwas bedeuten und für eine positive Bestärkung sorgen.
Irrtum: Eine Scheidung ist meist teuer und führt zu negativer Energie und abfließender Geldkraft.
Unsere sichtbare Welt besteht aus den sechs Elementen: Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser und Stein.
Sie sind in der Harmonie des Wandlungsprozesses positiv miteinander verbunden.
Wasser lässt Holz wachsen,
Holz bringt Feuer hervor,
Feuer gebiert Asche,
aus Asche wird Erde,
Erde birgt Metall,
wo Metall ist, ist Wasser,
Wasser höhlt den Stein,
Stein liegt im Wasser.
Das ist der Kreislauf des Lebens…
Tse-Tang, der Ältere aus “Golden Rules of Sheng-Fui”
Um das Geschlechtsleben der Dinge ranken sich seit alters her Mythen und Legenden. Dass die Dinge einem Geschlecht zuzuordnen sind, ist dabei unter Wissenden unstreitig. Wie sonst käme es, dass jedem Ding und jeder Sache in unserer Sprache ein männlicher oder ein weiblicher Artikel zukommt?

So heißt es: der Löffel und die Gabel, der Flaschenöffner und die Parmesanreibe oder der Korkenzieher und die Fleischgabel.
Diese explizit männlichen oder weiblichen Artikelpronomen beweisen, dass unsere Vorväter und Vormütter konkret von der Geschlechtlichkeit der Dinge wussten.
Das verschüttete Wissen um die Sexualität der Dinge lässt im gesamten Wohnbereich Reizlücken und Energielöcher entstehen. Ein typisches Beispiel ist die Küche, in der es oft zu Missstimmungen und Energieschwankungen kommt.
Der Grund: In den meisten Küchenschubladen herrscht ein geradezu babylonisches Durcheinander der verschiedenen Geschlechter. Da liegen die unterschiedlichsten Dinge Bauch an Bauch, Rücken an Rücken und Seit an Seit. So entsteht ein emotional aufgeladenes und energetisch überreiztes Klima, das sich in der Küche sehr ungünstig auswirkt und auf die Menschen überspringt.
Aus Sheng-Fui-Sicht ist deshalb zu empfehlen, die betreffenden Gegenstände in blickdichten Einzelverpackungen zu verschließen.
Nach dem Regen kommt Sonne
und danach wieder Regen.
Tse-Tang, der Ältere aus “Golden Rules of Sheng-Fui”
Das Feuer zählt zu den sechs Säulen des Sheng Fui (und den fünf Säulen des Feng Shui).

Als “Element, das unsere Sinne entfacht und die Glut der Leidenschaft schürt” (Tse-Tang, der Ältere) gehört es zu den Basiselementen, die in jedem Haus vorhanden sein müssen.
Entzündet man mittels eines Streichholzes ein Feuer (Teelicht, Kerze, Kamin etc.), wird die Feuerkraft entfacht. Das abgebrannte Streichholz steht jedoch in seiner Gesamtheit symbolhaft für ein Erlöschen der Glut (Libido) und allen menschlichen Lebens.
Deshalb sollte man nach jeder Benutzung eines Streichholzes ein weiteres Streichholz von der “falschen” Seite entzünden.
Dabei ist peinlichst darauf zu achten, dass der Zündkopf erhalten bleibt. Auf diese Weise ist weiterhin das Element Feuer im Haus vertreten (umgangssprachlich: Feuer in der Hütte).
Unsere innere Einstellung ist eminent wichtig für all das, was wir im täglichen Leben bewerkstelligen. Ein amerikanisches Sprichwort bringt das Phänomen mit wenigen Worten auf den Punkt: Wer seinen Job nicht liebt, wird ihn nicht gut machen!

Wie die innere Einstellung unserem Handeln und Tun gegenüber unser Handeln widerspiegelt, so ist unsere äußere Verfassung (Auftreten, Kleidung etc.) ein Spiegel unseres Innersten.
Wer Sauberkeit erreichen will, darf keine “schmutzigen” Gedanken haben (Innen) und muss selber sauber sein (Außen).
Ganz entscheidend ist eine angemessene Garderobe: Nur wer sauber (weißes Hemd, Krawatte bei Herren, Kleid und Pumps bei Damen) gekleidet ist, wird Sauberkeit erreichen. Das fängt schon beim so genannten “stillen Örtchen” an…
Schmeißen Sie Ihre versifften Arbeitsklamotten in den Müll, ziehen Sie Ihre feinen gebügelten Sachen an, und starten Sie noch heute Ihren persönlichen Feldzug gegen Schmutz und Unordnung. Für ein besseres Heute, für ein besseres Morgen!
Daß die Vögel der Sorge und des Kummers
über Deinem Haupte fliegen,
kannst Du nicht ändern.
Aber fangen kannst Du sie und braten,
auf dass sie Dich sättigen mögen.
Tse-Tang, der Ältere aus “Golden Rules of Sheng-Fui”
